US-Botschaft in Kuba nach 54 Jahren wiedereröffnet

In der kubanischen Hauptstadt Havanna gab es am Freitag etwas zu feiern: Die US-Botschaft, die seit 1961 geschlossen war, wurde wiedereröffnet. Zu diesem Höhepunkt der amerkanisch-kubanischen Annäherung reiste US-Außenminister John Kerry an. Er ist der erste amerikanische Chefdiplomat in Kuba seit 1945.

Schon im Dezember 2014 begannen US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Amtskollege Raul Castro die bilateralen Beziehungen der beiden Länder wiederaufzunehmen. Die Aufhebung von Reise- und Handelsbeschränkungen sollte die beiden einst verfeindeten Länder einander annähern.

Am Freitag, gegen 10.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr bei uns) war es nun soweit: Nach mehr als 54 Jahren wurde in der kubanischen Hauptstadt Havanna wieder eine US-amerikanische Botschaft eröffnet. US-Außenminister John Kerry hielt seine Rede beim Festakt im Außenhof der Botschaft auf Englisch und Spanisch.

Stars & Stripes

Das Hissen der amerikanischen Flagge über dem Botschaftsgebäude war ein bewegender und von den vielen Zuschauern umjubelter Moment. Die drei US-Veteranen, die damals im Jänner 1961 damit beauftragt waren, die Flagge einzuholen, waren ebenfalls anwesend. "Die Flagge kommt dahin zurück, wo sie sein sollte", sagte einer von ihnen.

Kubanische Botschaft in Washington

Schon vor drei Wochen war die kubanische Botschaft in Washington offiziell wiedereröffnet worden. Die Beziehungen der beiden Länder sollten sich schnell normalisieren. Die Reisebeschränkungen werden bereits in sechs Monaten vollständig aufgehoben sein, für das Ende des Handelsembargos muss der amerikanische Kongress noch einige Beschlüsse durchbringen.

Bisher haben die Diplomaten sowohl in Havanna als auch in Washington gearbeitet, jedoch nur mit der Hilfe der Schweiz, die als Vermittler auftrat.

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