US-Schule: Wieder Schießerei mit totem Buben

Bild: Reuters

In einer Schule im US-Bundesstaat Oregon hat ein Bewaffneter am Dienstag einen Schüler getötet. Der Mann drang in der Früh in die Reynolds High School in Troutdale nahe Portland ein und schoss auf den Buben. Der Schütze selbst ist ebenfalls nicht mehr am Leben. Ob er sich umgebracht hat oder von der Polizei getötet worden ist, ist noch nicht klar.

Die ersten Schüsse auf dem Schulgelände wurden gegen 08.00 Uhr Ortszeit abgegeben. Rund 60 Sicherheitskräfte und fast 20 Rettungskräfte eilten daraufhin zu der Schule. Die Kinder verließen mit erhobenen Händen unter den Augen der Polizisten das Gebäude. Nach einer Stunde hatte die Polizei die Lage unter Kontrolle.

"Wilder Westen"

In den vergangenen Wochen gab es im früheren "Wilden Westen" der USA eine ganze Serie von Schießereien: Am 23. Mai hatte der Sohn eines Hollywood-Regisseurs auf einem Uni-Campus im kalifornischen Santa Barbara sechs Menschen getötet und sich schließlich selbst erschossen. Am 5. Juni tötete ein Bewaffneter auf einem einen Menschen und verletzte zwei weitere. Am Samstag erschoss ein Paar mit mutmaßlichen Verbindungen zu einer Anti-Regierungs-Miliz in einem Restaurant in Las Vegas zwei Polizisten, einen Zivilisten und dann sich selbst.

Obama: "Wir sollten uns schämen"

US-Präsident Barack Obama ist frustriert über die laschen Waffengesetze in seinem Land. "Wir sollten uns dafür schämen", so der mächtigste Mann der Welt nach dem Tod des Buben. Laut einer Aktivisten-Gruppe, die sich für strengere Gesetze einsetzt, handelte es sich um die 74. Schießerei in einer Schule, seit Ende 2012 in Newtown (Connecticut) 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen wurden.

Keine schärferen Waffengesetze

Obama zeigte sich verärgert darüber, dass der Kongress in Washington einer Verschärfung des Waffenrechtes keine Chance gibt. Ein entsprechender Gesetzentwurf des Präsidenten schaffte es vergangenes Jahr nicht einmal zur Abstimmung.

"Wir sind das einzige entwickelte Land, in dem so etwas passiert", so Obama in einem Chat auf der Online-Plattform Tumblr. "Und es passiert einmal pro Woche." Aber "wenn die öffentliche Meinung keine Änderung durch den Kongress verlangt, dann wird sich nichts ändern".

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