Varoufakis schimpft über Österreichs Asylpolitik

Bild: Reuters

Der streitbare griechische Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien die aktuelle österreichische Asylpolitik scharf kritisiert. "Ich schäme mich für die Entwicklungen in Österreich" und weiterführend auch für die Österreicher, die sich gegen Flüchtlinge stellen.

Der streitbare griechische Ex-Finanzminister hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien die aktuelle österreichische Asylpolitik scharf kritisiert. "Ich schäme mich für die Entwicklungen in Österreich" und weiterführend auch für die Österreicher, die sich gegen Flüchtlinge stellen.

Österreichische Polizeibeamte und Militärs an der griechisch-mazedonischen Grenze sind Varoufakis ebenfalls ein Dorn im Auge. Das größte Problem der EU sei, dass es ihr an Integrität fehle, erklärte der griechische Ex-Finanzminister. "Nach dem Kollaps im Jahre 2008 fingen die europäischen Staaten an, gegenseitig mit Fingern aufeinander zu zeigen. Man muss anfangen, wieder über die Bedeutung von Demokratie nachzudenken".

Erich Fenninger, Direktor der österreichischen Volkshilfe, kritisierte bei der Pressekonferenz im Rahmen der Veranstaltung "Europe’s duty to the refugees - Europe’s duty to itself" im Werk X in Wien die österreichische Flüchtlingspolitik. Außenminister Sebastian Kurz und Ex-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) hätten "es im Alleingang zu verantworten, dass die Grenze zu Mazedonien geschlossen wurde."

Idomeni, der Grenzübergang von Griechenland nach Mazedonien, sei der "Kristallisationspunkt des Scheitern Europas". "Besonders als Österreicher fühlt man sich dort vor Ort schuldig", sagte der Direktor der österreichischen Hilfsorganisation.

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