Video: Frühere ÖVP-Wähler wenden sich von Kurz ab

Jahrenlang hätten sie ÖVP gewählt, aber unter Kurz gehe das einfach nicht mehr. Eine Initiative stellt seit Freitag Videos ins Netz, in denen Konservative Kurz eine Absage erteilen.
"Die ÖVP war die Partei meiner Familie", sagt etwa die Pensionistin Hildegard Schwarz. Sie und ihr Mann Peter hätten jahrelang ÖVP gewählt, aber nun nicht mehr. In einem ersten Video der Initiative "Es bleibt dabei" (siehe oben) erklären sie ganz sachlich und ruhig, warum sie sich von Sebastian Kurz abgewendet haben. In einem zweiten Video findet auch der Wiener Jungunternehmer Stephan Wimmer unaufgeregte, aber deutliche Worte.

Der Verein "Es bleibt dabei", der hinter der Initiative steht, will ab dem heutigen Freitag regelmäßig solche Videos unter dem Hashtag #KonservativeMitAnstand ins Netz stellen. Wahlempfehlung will man damit keine abgeben, heißt es.

Die fehlende Menschlichkeit und der falsche Zugang zur Migrationskrise ("vom Integrationsminister zum Desintegrationsminister") seien "Gründe, warum ich Kurz nicht wählen kann", sagen Hildegard und Peter Schwarz. Den ehemaligen Finanzmanager stört auch die "Missachtung der Demokratie" und die "Informationssteuerung".

CommentCreated with Sketch.26 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Unternehmer Stephan Wimmer hat ÖVP gewählt, seit er im wahlfähigen Alter ist. Weil er das konstruktive Arbeiten der Partei schätzte. Aus genau diesem Grund könne er die Partei unter Sebastian Kurz aber nun nicht mehr wählen. Dieser mache "genau das Gegenteil von dem, was er sagt". Den "Wahnsinn" einer neuerlichen ÖVP-FPÖ-Koalition zu wählen, das kommt für ihn nicht in Frage. Denn das wäre "eine Katastrophe", die "nichts Positives" bringen würde.



Der Verein war auch im Zuge des Hofburg-Wahlkampfes für Alexander Van der Bellen aktiv. Man verstehe sich als Zusammenschluss von "Bürgern aus der Zivilgesellschaft", die aus unterschiedlichen Lagern kämen - berichtet der "Standard". Mit von der Partie sind etwa die Sprachwissenschafterin Ruth Wodak, Publizistin Rubina Möhring und die Journalisten Peter Huemer, Michael Kerbler und Erhard Stackl.

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