Umweltschutz

Vögel singen gegen Verkehrslärm an

Mit dem Frühling erheben Vögel wieder ihre Stimmen. Es ist keine Sinnestäuschung: Der Gesang von Amsel, Meise & Co. wird dabei immer lauter.

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Vögel singen gegen Verkehrslärm an
Vögel - wie dieser Grünling - müssen gerade in Städten immer lauter singen.
Michael Dvorak/BirdLife

Nach der Winterstille kommt einem das frühmorgendlich einsetzende Vogelkonzert besonders laut vor. Tatsächlich singen heimische Vögel seit einiger Zeit immer lauter und haben sogar ihre Rufe verkürzt, um im menschengemachten Lärm nicht unterzugehen.

"Das Singverhalten der Vögel hat sich tatsächlich in den letzten Jahren geändert", erklärt Johanna Kronberger von BirdLife. "Man hat zum Beispiel nachgewiesen, dass gerade in Städten die Vögel lauter singen müssen, damit sie den Verkehrslärm übertönen können und zusätzlich haben auch viele Vogelarten ihre Strophe verkürzt, damit man diese trotz Lärm über weitere Distanzen hört."

Zum Beispiel macht das die Kohlmeise so, erklärt die Vogelschützerin gegenüber dem ORF Vorarlberg: "Die Kohlmeise hat früher u.a. einen dreiteiligen Gesang gehabt und mittlerweile singen die meisten Individuen nur noch zweiteilig, weil die Strophe dadurch kürzer und damit die Chance größer ist, dass sie während einer Lücke im Umgebungslärm ganz gehört wird."

Lautes Singen, um Paarungspartner zu finden

Gesungen wird von den Vögeln nicht zum Vergnügen, erklärt Kronberger gegenüber ORF Vorarlberg: "Der Gesang ist für viele Vogelarten extrem wichtig, weil er zum einen dazu dient, das Revier abzugrenzen und zum anderen, um einen Paarungspartner zu finden. Und wenn die einen nicht hören, dann nützt das alles nichts, oder?"

Übermittelt werde dabei weit mehr als nur Gesangstalent: Offenbar erkennen Weibchen schon am Gesang, wie gesund und leistungsfähig ein Männchen ist. Da herauszustechen und obendrein gegen den Menschenlärm anzusingen, ist ein Kraftakt für die paarungswilligen Piepmätze: "Das ist für den Vogel auch extrem anstrengend, die ganze Zeit herumzuschreien", sagt Kronberger: "Da geht es den Vögeln genau gleich wie uns Menschen, wenn wir uns in einem lauten Club verständigen wollen."

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    "Heute"-Montage, Material APA-Picturedesk

    Auf den Punkt gebracht

    • Die Vögel in Österreich werden immer lauter und kürzen ihre Rufe, um gegen den zunehmenden Verkehrslärm anzukämpfen
    • Durch die lauter werdenden Umgebungsgeräusche müssen die Vögel lauter singen, um ihre Artgenossen anzulocken und Partner zu finden, was anstrengend und belastend für sie ist
    • Gleichzeitig sind 40 Prozent der Feldvögel in Österreich verschwunden, was auf die zunehmenden Umweltbelastungen durch den Menschen zurückzuführen ist
    red
    Akt.