Vor Coup: Diebe stachen Reifen von Polizeiautos auf

Anwalt Nikolaus Rast (re.) verteidigte den Angeklagten und ist mit dem Urteil mehr als zufrieden.
Anwalt Nikolaus Rast (re.) verteidigte den Angeklagten und ist mit dem Urteil mehr als zufrieden.Bild: Daniel Schaler, Picturedesk
Eine stichhaltige Idee hatte eine Diebesbande, um der Verfolgung durch die Polizei zu entgehen. Jetzt stand einer der Täter vor Gericht.

Vor einem Coup auf ein Juweliergeschäft in Schwechat (jetzt Bezirk Bruck an der Leitha, zum Tatzeitpunkt Wien-Umgebung) stach Libor B. (32) sämtlichen Streifenwagen des zuständigen Postens die Reifen auf. Dann soll er mit drei Komplizen die Auslagenscheiben zertrümmert und Schmuck sowie Uhren im Wert von zirka 42.000 Euro aus Vitrinen gestohlen haben.

Bei der Flucht wurden die findigen Ganoven von einem Zeugen beobachtet. Sie entkamen aber dennoch, weil sie ja zuvor die Polizei entscheidend ausgebremst hatten. Der Fall wurde zum "Cold Case".

Erst fünf Jahre später wurde einer der Kriminellen durch einen DNA-Treffer geschnappt.

Showdown am Landesgericht

Am Freitag stand der Slowake in Korneuburg vor Gericht. Das Urteil: 16 Monate teilbedingt, davon fünf Monate unbedingte Haft wegen Einbruchs und Sachbeschädigung.

"Ein Traumurteil", freut sich der Anwalt des Slowaken, Nikolaus Rast, über den Richterspruch. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(nit)

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