Gewinneinbruch bei Glock wegen Donald Trump

Die Lager wurden nicht wie erwartet leer gekauft.
Die Lager wurden nicht wie erwartet leer gekauft.Bild: picturedesk.com/AP

Als Barack Obama an der Macht war, stiegen die Verkäufe des österreichischen Waffenproduzenten. Unter Trump ist nun alles anders. Ein Experte erläutert die Gründe.

Seit 2015 erlebte Glock ein wahres Phänomen. Die Umsätze stiegen und stiegen. Warum, das erklärt Robert Siegert, Vorsitzender des Fachverbands der österreichischen Waffenhändler, gegenüber "kurier.at": Die steigende Verunsicherung in der Bevölkerung habe die Käufe angekurbelt. Besonders die Flüchtlingskrise und die Terrorattacken trieben die Menschen zum Kauf einer Waffe an. Und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa.

Auch unter Barack Obama stiegen in den USA die Waffenkäufe. So erwähnte der ehemalige US-Präsident immer wieder, dass er etwas gegen die lockeren Waffengesetze unternehmen wolle. Im Anschluss kauften sich die Menschen offenbar schnell noch Pistolen, bevor es womöglich zu spät werden würde.

Keine Käufe auf Vorrat

Seit Trump nun an der Macht ist, hat sich die Situation drastisch verändert. Entgegen der Annahme, dass sein Bekenntnis zu Waffen den Umsatz noch weiter ankurbelt, kam es ganz anders.

Glock musste einen starken Einbruch hinnehmen. Im Jahr 2016 feierte man noch einen Umsatz von 710 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr kam es dann zum Einbruch um 35 Prozent auf 464 Millionen Euro. Der Gewinn reduzierte sich sogar um satte 58 Prozent auf 68 Millionen Euro.

Gleichzeitig rüstete auch die Konkurrenz nach, als Glock im steilen Aufschwung war und reagierte mit einer aggressiven Preispolitik. Glock erhofft sich nun mit neuen Verkaufsmodellen eine steigende Nachfrage für das Frühjahr 2018. (slo)

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