Wald-Experte alarmiert: "Zwettl wird Athen werden"

Die gespenstischen Bilder von seinem Wald zwischen Geras und Drosendorf sprechen Bände: Land- und Forstbetriebe NÖ-Obmann Markus Hoyos spricht Klartext: "Der Klimawandel ist übler als Corona!"

In den letzten Jahren jagt ein Temperaturrekord den nächsten, 35 Grad im September sind längst keine Seltenheit mehr - für das Ökosystem Wald bedeuten diese Extrem-Ereignisse geringe Zuwächse, sinkende Vitalität, reduzierte Abwehrfähigkeit der Bäume und somit Schädlingsbefall. Waldbesitzer, wie etwa Markus Hoyos, müssen mit zusätzlichem Aufwand beim Aufarbeiten von geschädigten Beständen und wirtschaftlichen Einbußen rechnen.

In Waldgebiet von Markus Hoyos zwischen Geras und Drosendorf (Bezirk Horn) zeigen Fotos schonungslos die Auswirkungen des Klimawandels: "Es schaut schrecklich aus. Der Klimawandel ist ein Riesenproblem, das muss in der Bevölkerung verankert werden. Der Klimawandel ist schlimmer als Corona", wird Hoyos deutlich.

Trockene Wälder bis Tschechien

Der Obmann der Land- und Forstbetriebe NÖ skizziert: "Wir haben Temperaturanstiege von über zwei Grad derzeit. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden es jedoch vier bis fünf Grad werden. Einige Experten sprechen gar von sieben Grad. Zwettl wird Athen, um es drastisch auszudrücken."

Auch bis zur tschechischen Grenze rauf ist der Wald angeschlagen: "In Deutschland oder Tschechien haben wir ein ähnliches Bild. Wir müssen endlich die Erwärmung stoppen", appelliert Markus Hoyos.

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SV Gerasdorf-StammersdorfGood NewsNiederösterreich

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