Warum Kern Partei und Politik den Rücken kehrt

Nach dem SPÖ-Chefposten trat Christian Kern am Samstag auch als EU-Spitzenkandidat zurück. In einer Pressekonferenz erklärte er die Gründe.

Christian Kern zeiht sich gänzlich von der SPÖ und der aktiven Politik zurück. Am Samstag gab er bekannt, dass er nun doch seine EU-Spitzenkandidatur zurückzieht. Die Gründe hierfür sind laut seiner Aussage vielfältig.

Zum einen seien die wichtigen Sachfragen immer wieder von der "Schlüsselloch-Perspektive" und Personalfragen überlagert worden. Wichtige Fragen auf EU-Ebene seien etwa der Kampf gegen das Erstarken rechter Parteien, die die Zerstörung der EU zum Ziel hätten, oder den Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

"Werde definitiv nicht vom Muppet-Balkon aus kommentieren"

Zum anderen wolle er seiner Nachfolgerin an der SPÖ-Spitze, Pamela Rendi-Wagner, nicht als "andauernder Schatten" den Start erschweren und damit im Wege stehen. In diesem Sinne werde er sich auch hüten, die Politik in Zukunft "vom Muppet-Balkon aus" zu kommentieren.

Als dritten Grund nannte Kern dann auch Intrigen und diverse persönliche Attacken in der Presse. "Ich würde mich wohler fühlen, wenn ich wüsste, dass Gerüchte und Unterstellungen immer vom politischen Gegner gekommen wären", sagte er nicht zuletzt in Hinblick auf die Informationen über seinen Rücktritt als Parteichef, die Medien vorab zugespielt wurden.

Die Pressekonferenz zum Nachschauen:

Dankbar für Kontakt mit Idealisten

Die Gerüchte und Intrigen seien definitiv ein Grund, wieso er froh sei, sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen, sagte Kern. Trotzdem sei er dankbar für die Chance in der Politik gewesen. Am meisten habe ihn der Kontakt mit idealistischen Mitstreitern und Parteimitgliedern auf der Straße und in der Basis beeindruckt.

Die Karriere von Christian Kern

(red)

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