Warum die Römer überall Penisse hinaufmalten

Auf dem britischen Hadrianswall befinden sich 57 verschiedene Phallus-Symbole. Jetzt haben Forscher den wahren Grund dafür herausgefunden
Im Jahr 122 n. Chr. gab der römische Kaiser Hadrian die Anweisung, den Hadrianswall, eine knapp 120 Kilometer lange Mauer nahe der heutigen Grenze zwischen Schottland und England zu bauen. Damit wollte er der Handels- und Personenverkehr besser überwachen, leichter Zölle kassieren und - rund 1900 Jahre vor Trump - die Einwanderung schottischer und irischer Stämme in das Gebiet der Provinz "Britannia inferior" verhindern.

Phallus-Symbole als Schutz gegen den bösen Blick



Der Hadrianwall zählt bis heute zu den berühmtesten Bauwerken Großbritanniens. Doch nicht nur aufgrund seiner architektonischen Größe, sondern wegen seiner insgesamt 57 verschiedenen Darstellungen von Penissen. Doch was haben diese Phallus-Symbole zu bedeuten?

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Wie die britische Doku-Serie "Mystic Britain" jetzt zeigt, waren diese Bilder weder römisches Graffiti noch ein Akt von uraltem Vandalismus, sondern einfach nur purer Aberglaube. Anthropologen haben nämlich herausgefunden, dass die Phallus-Symbole die Römer vor dem "bösen Blick" ihrer Feinde und vor Angriffen schützen sollen. Daher würde man solche "mystische" Darstellungen und Zeichnungen immer noch auf den Überresten römischer Militärlager, wie auch in Pompeji (Italien) oder Carnuntum (Niederösterreich) finden.

(jd)

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