Warum ein See im Iran plötzlich blutrot wurde

Bild: NASA Earth Observatory Images

Die NASA beobachtet allerhand Veränderung auf unserem Planeten vom Weltall aus. Zwei Fotos vom Urmia-See im Iran, die drei Monate nacheinander aufgenommen haben, zeigten eine verblüffende Veränderung. Der einst grüne See hatte sich in eine blutrote Wasserlandschaft verwandelt.

In den 80er-Jahren war der Urmia-See im Norden des Iran noch um einiges größer als heute. Seit damals schrumpft die Wasserfläche, die fast soviel Salz enthält wie das Tote Meer, stetig.

Doch eine derart drastische Farbveränderung wurde erst in letzter Zeit beobachtbar. Innerhalb von nur drei Monaten verwandelte sich das tiefgrüne Wasser in eine blutrote Brühe. Was ist der Grund dafür?

Wie die NASA, die die Fotos aufgenommen hat, auf ihrer Website erklärt, ist der Salzgehalt Schuld daran. Das Frühjahr ist die niederschlagsreichste Zeit im Iran. Zusätzlich schmilzt der Schnee von den nahegelegenen Bergen. Zusammen mit Regenwasser treibt er den Wasserstand des Sees in die Höhe, der Salzgehalt sinkt.

Ab Mai beginnt der Wasserstand jedoch wieder zu sinken, der Salzgehalt im verbliebenen Wasser steigt. Der See wird also salziger, was auch das Verhalten der im Wasser wachsenden Algen verändert. Bei niedrigem Salzgehalt lassen sie das Wasser grün aussehen. Steigt aber der Salzgehalt, produzieren die Algen Carotinoide, um sich zu schützen. Dadurch wirkt das Wasser blutrot.

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