Warum wir mehr Spinat essen sollten

Vielfältig, voller gesunder Nährstoffe und saisonal: Es gibt gute Gründe, jetzt mehr Spinat zu verzehren.
Ob frisch im Salat, blanchiert als Beilage oder püriert in Gnocchi: Spinat ist äußerst vielseitig einsetzbar. Der momentan erhältliche Frühlingsspinat ist zart, muss vor dem Verzehr nicht gekocht werden und peppt jeden Salat auf.

Neben den schier endlosen Verwendungsmöglichkeiten und positiven Auswirkungen auf die Gesundheit weist Spinat, der in Österreich von März bis November Saison hat, momentan eine gute Energie- und Ökobilanz auf.

Aufgrund eines Kommafehlers galt Spinat lange Zeit als zehnmal eisenreicher, als er in Wirklichkeit ist. Dennoch hat das Blattgemüse zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Spinat wächst sehr schnell und nimmt dabei viele Nährstoffe aus der Erde auf. Gedüngte Böden enthalten oft große Mengen Nitrat, das die Sauerstoffzufuhr verbessert und die Muskulatur stärkt. Spinat kann den Blutdruck senken, und dank Antioxidantien wird dem Blattgemüse eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch das Verdauungssystem profitiert: Gekochter Spinat kann Blähungen lindern, und bei Durchfall gilt Spinat als leicht verdauliche Schonkost. Ausserdem ist das zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehörende Gemüse kalorienarm und enthält pro 100 Gramm bloss 23 Kilokalorien. Die im Spinat enthaltenen Thylakoide können die Fettverdauung verlangsamen und so Heißhungerattacken vorbeugen.



Umweltbewusste Konsumenten kaufen regionale und saisonale Lebensmittel


Was bedeutet die dem Blattgemüse zugeschriebene gute Ökobilanz? Die graue Energie von Lebensmitteln ist die Energiemenge, die auf dem Lebensweg der Produkte benötigt wird. Sie steckt zum Beispiel im Wärme- und Strombedarf bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, im verbrauchten Treibstoff für den Transport, in der Produkteverpackung sowie im Strom- und Wärmebedarf bei Lagerung, Verkauf und Zubereitung. Neben den Lebensmittelproduzenten tragen auch die Konsumenten zur Energiebilanz von Lebensmittel bei. Dies beispielsweise mit der Wahl des Verkehrsmittels für die Anreise zum Laden oder Markt, dem Einkaufsort und der Aufbewahrung sowie der Verwertung der Produkte.

Für die Berechnung von Umweltaspekten auf dem gesamten Lebensweg werden oft sehr viele Zahlen und Informationen benötigt, die nicht auf der Packung stehen und nur schwer zurückverfolgt werden können. Zudem unterscheiden sich die Produktionsweisen je nach Landwirt stark. Es lässt sich jedoch sagen, dass pflanzliche Produkte meist umweltfreundlicher sind als Fleisch, Eier oder Milch. Früchte und Gemüse aus der Region haben dann eine besonders gute Umweltbilanz, wenn sie Saison haben. Deswegen sollten umweltbewusste Konsumenten beim Früchte- und Gemüsekauf auf Saisonprodukte aus Freilandanbau – wie zurzeit beispielsweise Spinat – setzen.

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