Was genau sind eigentlich HIV und AIDS?

Bild: Reuters

Gery Keszler sorgte mit seiner Ehrlichkeit und Offenheit rund um seine HIV-Infektion für den einprägendsten Moment des diesjährigen Life Balls. Obwohl das Thema immer wieder in den Medien präsent ist, wissen viele Menschen immer noch nicht über die Unterschiede von HIV und AIDS Bescheid.

Gery Keszler sorgte mit seiner Ehrlichkeit und . Obwohl das Thema immer wieder in den Medien präsent ist, wissen viele Menschen immer noch nicht über die Unterschiede von HIV und AIDS Bescheid.

"HIV positiv" - Eine Wortkombination, die Menschen immer noch einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Die Abkürzung steht für "Human Immunodeficiency Virus" und bezeichnet eine Immunschwächekrankheit. Sie wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Weiters ist die Übertragung durch eine mit infiziertem Blut verunreinigte Nadel, eine infizierte Blutkonserve oder einer Schwangerschaft möglich.
Das Virus dringt in die Zellen des menschlichen Immunsystems ein und schränkt dabei ihre Funktion so stark ein, dass sich der Körper nicht mehr gegen Infektionen von außen wehren kann. Schluss endlich stirbt ein Patient also nicht an HIV oder AIDS, sondern beispielsweise an einer Grippe oder einer Lungenentzündung. Wird eine HIV-Infektion nicht behandelt, kann sich das Virus ungehindert ausbreiten und den Körper so weiter schädigen.
Werden überhaupt keine Medikamente eingenommen, die normalerweise mithilfe einer Kombinationstherapie verabreicht werden, kommt es zwangsweise zum Ausbruch von AIDS (Acquired Immuno Deficiency Syndrome). Der Begriff fasst die erworbenen Krankheiten zusammen, die schlussendlich den Tod des Patienten zur Folge haben.

Normales Leben heutzutage möglich

Obwohl Betroffene nach einem positiven HIV-Test normalerweise lange Zeit brauchen um die Schockdiagnose zu verdauen, ist in vielen Fällen ein nahezu uneingeschränktes Leben möglich. Die neuesten Medikamente sind nahezu nebenwirkungsfrei und ermöglichen den Erkrankten annähernd die gleiche Lebenserwartung wie einer HIV-negativen Person.
Auch Keszler, der sich in den 80er Jahren in Australien infizierte, sprach davon, dass es ihm "sein ganzes Leben lang sensationell ging."

Ein weit größeres Problem ist die soziale Stigmatisierung, da Erkrankte immer noch automatisch dem Drogenmilieu oder der Schwulenszene zugeordet werden. Auch hier setzt der Life Ball an, der mehr Toleranz und Aufklärung fordert.

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