Welterbe-Schützer warnen, Garten in Zoo zu integrieren

Bild: Heute-Grafik Quelle: Schönbrunn

Der Zoo Schönbrunn will sich den Botanischen Garten einverleiben. Jetzt schalten sich die Welterbe-Schützer von Icomos ein, fordern den zuständigen Minister Rupprechter auf, die Pläne fallenzulassen.

Seit Mai schwelt der Streit über den Plan, den Botanischen Garten in den Tiergarten einzugliedern, "Heute" berichtete. Da Schönbrunn Weltkulturerbe ist, wird das nun ein Fall für das nationale Welterbe-Komitee Icomos: In seinem Schreiben, das "Heute" vorliegt, ersucht Icomos aus Denkmalschutz- und sozialen Gründen Agrarminister Rupprechter, "von einer Eingliederung abzusehen". Das kann Grünen-Nationalratsabgeordnete Sigi Maurer gut verstehen.

"Der Garten wurde im 18. Jahrhundert von Kaiser Josef II. für die Bevölkerung geöffnet, nun will die ÖVP ihn ihr wieder entziehen", so Maurer zu "Heute". "Öffentlicher Raum gehört allen", fordert sie ein. Die Grünen haben daher den Fall ins Parlament gebracht, Anfragen an die zuständigen VP-Minister Rupprechter (Bundesgärten) und Mitterlehner (Schönbrunn GmbH) gestellt. Spannend: Auf Bezirksebene in Hietzing kämpft die VP aufseiten der Grünen und damit gegen die Bundes-Partei. Ihr geht es um Anrainer, die den Garten weiter gratis nutzen dürfen sollen.

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