Wenn Kinder nicht schlafen: Wann wird's gefährlich?

Wenn Kinder abends nicht einschlafen wollen, kann das mehrere Ursachen haben.
Wenn Kinder abends nicht einschlafen wollen, kann das mehrere Ursachen haben.iStock
Schalf ist wichtig, doch viele Kinder haben Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Die Ursachen sind meist harmlos und lassen sich oft leicht beheben.

Ob einfach nicht müde, trotzig oder aus Angst vor Albträumen, manche Kinder wollen oder können nachts einfach nicht schlafen - sehr zum Leid ihrer Eltern. Doch woran liegt es und wie gefährlich ist der Schlafentzug für die lieben Kleinen?

"Viele Durchschlafstörungen werden bereits in der Säuglingszeit gebahnt, weil die Kinder nachts zu häufig gestillt werden oder immer hochgenommen werden, auch wenn sie nur kurz einmal aufschreien", erklärt der Schlafmediziner Dr. Alfred Wiater gegenüber der "Bild". Noch mühevoller würde die Situation für die Eltern werden, wenn die Kinder nicht gelernt haben, eigenständig einzuschlafen und so nach dem nächtlichen Aufwachen immer das gleiche Szenario einfordern, das sie beim abendlichen Einschlafen gewöhnt sind.

Gefährliche Schlafstörungen

Allerdings können laut dem Kinderarzt auch organische Gründe, wie Bauchschmerzen oder Schlafapnoe, Durchschlafstörungen verursachen. Bei letzterem handelt es sich um eine Atemstörung, bei der es nachts zu Atemaussetzern, Schnarchen und Sauerstoffmangel kommt. "Wenn plötzlich in der Nacht akute Ereignisse auftreten, wie Atemnotzustände, Krampfanfälle, etc., sollte man natürlich direkt ärztliche Hilfe holen", warnt der Arzt. Rund fünf Prozent aller Kinder sind von dieser Form einer Atemstörung betroffen.

In allen anderen Fällen sollte spätestens dann ein Kinderarzt oder ein Kinderpsychologe aufgesucht werden, wenn über einen Monat lang drei Mal in der Woche Probleme auftreten.

Das Hilft beim Einschalfen

Der Tipp des Experten für ruhige Nächte: Einschlafroutinen! "Sie tragen dazu bei, dass Kinder vor dem Einschlafen zur Entspannung kommen und dadurch besser ein- und durchschlafen." Dem Kind etwas vorzulesen oder vorzusingen, sich seine Sorgen und Ängste erzählen lassen, um dann beruhigend auf das Kind einzuwirken, sei von unvergleichbarem Wert. Der Fernseher oder andere elektronische Geräte sollten hingegen aus bleiben.

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