WHO rät jetzt: Spielt mehr Computerspiele

Die WHO und die Spieleindustrie haben die Kampagne #PlayApartTogether ins Leben gerufen. Der gemeinsame Rat: Spielt mehr Computerspiele!
Einige Jahre sind seit den ersten Berichten, Beiträgen und Studien zu den negativen Einflüssen von Videospielen auf die menschliche Entwicklung und Psyche vergangen. Jetzt steht dem über die Jahrzehnte verfärbten Bild durch die Wandelerscheinungen der Zeit ebenfalls ein erneuter Wandel bevor. Diesmal zum Positiven: So mutiert die Spieleindustrie gerade zum Rettungsanker in der Corona-Krise. Sie könnte die Lösung gegen psychische Probleme wie Ängste, Einsamkeit und depressive Verstimmungen sein.

Denn, nicht immer dienen Spiele der Isolation und Ausflucht aus dem Alltag, wie das Urteil häufig lautete, das ihren schlechten Ruf lange Zeit bedingte. Videospiele können ein mit anderen Menschen verbindendes Element darstellen. Die Weltgesundheitsorganisation rät nun sogar - im Zuge der aktuellen Krisensituation - zum Konsum von Videospielen. Spiele-Fans dürfen sich über diesen späten Triumph freuen. So können Spiele die Weile der Isolation erträglicher machen, die Welt farbenfroher gestalten und zugleich eine Kommunikationsfläche mit anderen bieten.

Ein verbindendes Element in der Isolation

Und das - jetzt kommt der entscheidende Punkt - ganz ohne dafür außer Haus gehen zu müssen. Gemeinsam mit Größen der Spieleindustrie wie Blizzard, Riot Games, Twitch und Zynga startet die WHO daher die Kampagne #PlayApartTogether. Mit entsprechenden Angeboten möchte sie mehr Menschen zum Spielen animieren. Es sei noch nie so wichtig gewesen wie jetzt, dass Menschen sicher miteinander verbunden bleiben, wird Activision Blizzard CEO Bobby Kotick in einer Aussendung zitiert. Spiele seien dafür die perfekte Plattform.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Damit das psychische Wohlergehen nicht diktiert von den Umständen ist, muss man unkonventionellere Methoden anwenden, so scheint es. Bei Suchttendenzen sollte man sein Spielverhalten jedoch überdenken. Erst im vergangenen Jahr wurde die Video- und Onlinespielsucht in die "internationale Klassifikation der Krankheiten" aufgenommen. Eine Sucht beginne nach den Kriterien der WHO dann, wenn man über einen Zeitraum von zwölf Monaten Aspekte des Lebens dem Spielen unterordnet, seine sozialen Kontakte verliert und/oder die Körperhygiene vernachlässigt.
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