Rot-Grün legt in Wien dank Grünen zu – FPÖ zerbröselt

Wie steht das Match um Wien? Sieben Monate vor der entscheidenden Wahl in der Hauptstadt hat "Heute" die große Umfrage. Die SPÖ steuert auf das schlechteste Ergebnis aller Zeiten zu, dürfte aber ziemlich sicher wieder Erster werden.
Im Oktober wählt Wien. Aus heutiger Sicht gibt es zwei Sieger, nämlich ÖVP und Grüne. Die SPÖ bleibt trotz schlechtestem Ergebnis aller Zeiten klar vorne. Die FPÖ zerbröselt, Strache schafft den Einzug.

Neue Spitzenkandidaten dominieren



Im Gegensatz zur Gemeinderatswahl 2015 gibt es heuer lauter neue Spitzenkandidaten. Nur Heinz-Christian Strache kennt dieses Gefühl, er tritt aber heuer statt für die FPÖ für die "Allianz für Österreich" (DAÖ) an. Das hat die größte Konsequenz auf das Ergebnis, zeigt die große "Heute"-Umfrage zur Wahl. Die Details:

Ludwigs SPÖ verliert 2015 war die SPÖ unter Michael Häupl nur mehr auf 39,6 Prozent gekommen. Nachfolger Michael Ludwig würde noch weiter verlieren. Damit wäre er der einzige SPÖ-Landeshauptmann, der kein Plus erreichen würde. Im Kärnten und im Burgenland legten Peter Kaiser und Hans Peter Doskozil um 10,8 Prozent bzw. 8 Prozent zu.

ÖVP verdoppelt Ergebnis Finanzminister Gernot Blümel würde bei seinem ersten Antreten 22 Prozent schaffen – ein Plus von fast 13 Prozent und das beste Ergebnis seit 1987.

FPÖ stürzt völlig ab Seit 2005 war Heinz-Christian Strache bei drei Wien-Wahlen FPÖ-Spitzenkandidat, das Ergebnis verdoppelte sich von 14,8 Prozent auf 30,8 Prozent. Nach Ibiza und unter Neo-Parteichef Dominik Nepp würde die FPÖ gedrittelt, käme nur mehr auf 10 Prozent.

Grüne Regierungsarbeit belohnt Bei den Grünen wirkt offenbar der Regierungsbonus – in Wien und im Bund. Mit 19 Prozent würde Vizebürgermeisterin Birgit Hebein die bisherige Bestmarke (14,6 Prozent) in der Hauptstadt übertreffen.

Neos bleiben konstant 2015 war noch Beate Meinl-Reisinger für die Neos in die Wahl gegangen. Sie erreichte 6,2 Prozent. Christoph Wiederkehr könnte dieses Ergebnis halten. In die Regierung schafft er es wohl trotzdem nicht.

Und Strache so? Mit Spannung wird erwartet, wie Heinz-Christian Strache mit DAÖ abschneidet. Für den Sprung in den Gemeinderat dürfte es reichen – 5 %Prozent.

■ Meinungsforscher Peter Hajek sieht noch drei Unsicherheitsfaktoren: Strache, die neue Migrationskrise und die unübersichtliche Situation in der Bundes-SPÖ.



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