Wiener Mediziner rufen zur Abmeldung auf

Bild: Denise Auer

Öl ins Feuer: Mit Info-Boxen in Ordinationen macht Wiens Ärztekammer ab heute gegen die Elektronische Gesundheitsakte ELGA mobil - und hilft Patienten bei der Abmeldung.

Die Idee klingt grundsätzlich gut: Spitäler, Mediziner, Apotheken und Pflegeeinrichtungen können per Computer und ECard des Patienten von überall etwa Befunde und verordnete Medikamente abrufen. Gegner des Systems aber weisen auf die Sicherheitsgefahr hin - Hacker und womöglich staatliche Stellen könnten auf sensible Gesundheitsdaten zugreifen.

Zudem ist ELGA laut Wiener Ärztekammer nicht ausgereift, verfüge etwa, so Präsident Thomas Szekeres, über "keine brauchbare Suchfunktion in Befunden", auch die Kosten-Nutzen-Frage sei unbeantwortet. Angesichts der Kritikpunkte startet die Ärztekammer heute eine Offensive, die Patienten die Abmeldung von ELGA erleichtern soll. Dazu wurden an Wiens Ordinationen Info-Boxen geschickt, die dort aufgestellt werden. Neben einer Kurz-Erklärung der Elektronischen Gesundheitsakte enthalten die Boxen Formulare für den Ausstieg - samt Anleitung.

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