Wirbel um FPÖ-Posting über "Attacken" nach Ball

Die Demo gegen den Burschenbundball verlief laut Polizei friedlich. Die FPÖ berichtet aber von "linken Attacken". Die Polizei bestätigt das nicht.

"Nach dem offiziellen Ende der Demonstration scheinen mehrere Personen darauf gewartet zu haben, Ballbesucher am Heimweg zu attackieren. So hat zu später Stunde eine Gruppe von etwa zehn vermummten Personen zwei Ballbesucher am Heimweg in der Innenstadt angepöbelt und bestohlen - Strafanzeige wurde erstattet". Mit dieser Aussendung (die er auch auf Facebook postete) sorgt die FPÖ um Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer am Montag für Aufsehen – und Rätselraten.

Die Polizei hatte nämlich am Wochenende nach dem Burschenbundball in Linz noch zufrieden Bilanz gezogen und berichtet, dass alles ruhig verlaufen ist.

Und jetzt also doch "Attacken" auf Ballbesucher? Wimmer fordert einen Aufschrei, es seien Gäste nach der Veranstaltung "belauert, bedrängt und bestohlen" worden.



Polizei-Version klingt anders

Schwere Vorwürfe, die Wimmer gegen die Organisatoren der Gegendemo erhebt. Was ist dran? "Heute" hat bei der Polizei nachgefragt. Die Auskunft von der Pressestelle überrascht. "Es gab gegen 4.20 Uhr am Taubenmarkt einen Zwischenfall. Unbekannte haben zwei Ballbesuchern ihre Burschenschafter-Kapperl vom Kopf genommen, sind danach damit weggelaufen. Es gibt eine Diebstahlsanzeige. Aus unserer Sicht besteht kein Zusammenhang mit dem Ball und der Demo".

Im Vorjahr war es tatsächlich zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Damals wurde das Auto von FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner attackiert. Ein Deutscher wurde dafür zu fünf Monaten bedingt verurteilt. "Heute" berichtete ausführlich.

(red)

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