Wirbel um schwangere Yahoo-Chefin

Silicon-Valley-Star Marissa Mayer ist neue Chefin des US-Internetkonzerns Yahoo. Nicht nur ihre Ernennung kam überraschend, vor allem die Schwangerschaft der neuen Konzernchefin hat eine Diskussionslawine in der IT-Branche losgetreten.

Wie sie am Montag kurz nach ihrer Bestellung über Twitter bekanntgab, erwartet sie im Oktober ihr erstes Kind, einen Buben. Zwar habe Mayer ihre Schwangerschaft vor der Öffentlichkeit geheimgehalten, bei den Verhandlungen mit Yahoo im Juni sprach sie jedoch offen darüber, so das Finanzmagazin „Fortune“. Für niemanden bei Yahoo sei dies ein Problem gewesen, sagte Mayer. „Damit bewiesen sie ihr fortschrittliches Denken.“
Kürzest mögliche Babypause

Mayer will nach der Geburt nur wenige Wochen pausieren und auch während ihrer Abwesenheit mitarbeiten. „Es gibt viel zu tun und ich kann gar nicht abwarten loszulegen“, so Mayer zu „Fortune“. Die 37-jährige Computerexpertin, die 13 Jahre als Top-Managerin bei Google arbeitete, tritt ein schwere Erbe an. Als dritter CEO von Yahoo binnen eines Jahres ist es nun ihre Aufgabe, das stagnierende Geschäft wieder zu beleben.
Weibliche Führungskräfte in Erklärungsnot

Auf Sozialen Netzwerken und in Medien und Blogs wird unterdessen über die Bestellung einer „Schwangeren“ als neue Yahoo-Chefin intensiv diskutiert. Dies zeigt, dass trotz aller Gender-Sensibilisierung die Familienplanung von hoch qualifizierten weiblichen Fachkräften offenbar immer noch eine Rolle bei Personalentscheidungen spielt.

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