Wird Trainer des Favoriten kurz vor WM entlassen?

Der spanische Verbandspräsident soll über den überraschenden Wechsel von Julen Lopetegui zu Real Madrid mächtig sauer sein.

Er sei so richtig bedient, berichten Augenzeugen. Wie die "Marca" schreibt, soll sich Luis Rubiales, Präsident des spanischen Fußballverbandes, hintergangen fühlen. Hintergangen von einem Mann, dem er vor drei Wochen den großen Vertrauensbeweis im Fußballbusiness geschenkt hatte: Eine vorzeitige Vertragsverlängerung – noch vor seinem ersten großen Turnier als A-Nationaltrainer.

Entlassungs-Plan gleich nach Ankunft

Als Rubiales spätabends in Krasnodar landete, soll er fest entschlossen gewesen sein, Trainer Julen Lopetegui per sofort zu entlassen. Derart gekränkt sei er gewesen, dass Real Madrid kommuniziert hatte, Lopeteguis Ausstiegsklausel von zwei Millionen Euro zu bezahlen – drei Tage vor Spaniens WM-Start gegen Portugal. Es brauchte beschwichtigende Worte von Verbandskollegen, um nicht sofort die Reißleine zu ziehen.

"Nicht der Moment, um zu sprechen"

Dennoch ist diese Option noch nicht vom Tisch. "Es ist nicht der Moment, um zu sprechen. Wir werden verantwortungsvoll handeln und entscheiden, was für das Nationalteam am besten ist", sagte Rubiales den Medien. Auf 11.30 Uhr Ortszeit (10.30 MEZ) ist eine Medienkonferenz angesetzt.

Im ganzen Chaos um die Furia Roja gibt es immerhin einen kleinen Lichtblick: Als alternativer WM-Trainer kommt wohl nur der Assistenztrainer infrage. Dieser heißt: Pablo Sanz Iniesta – ein Name, der Erfolg verheißt.

(Heute Sport)

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