Wirt verlor 100.000 Euro, klagt nun Staat

Wirt Konrad Windsperger hat Angst um sein Lokal "Zobel".
Wirt Konrad Windsperger hat Angst um sein Lokal "Zobel".Bild: Denise Auer
Der Shutdown hat Konrad Windsperger 100.000 Euro Umsatz mit seinem Wiener Restaurant "Zobel" gekostet. Jetzt will er eine saftige Entschädigung erstreiten.
Die vergangenen zwei Monate haben dem Wiener Gastronomen Konrad Windsperger (51) richtig auf den Magen geschlagen. Wegen der Corona-Schließung droht ihm mit seinem Restaurant "Zobel" in Wien-Meidling zum ersten Mal nach 14 Jahren finanzielle Not. "Unsere stärksten Monate sind März bis Mai. Weil wir schließen mussten, geht es nun um einen Umsatzverlust von 100.000 Euro", muss der Lokalbetreiber schlucken.

Mithilfe des auf Corona spezialisierten Anwalts Philipp Miller will Windsperger nun seinen Verdienst einklagen: "Im Westen Österreichs bekommen einige Lokale von den Bezirkshauptmannschaften Entschädigungen, warum nicht auch in Wien? Das kommt mir vom Gleichheitsansatz her spanisch vor. Deshalb klage ich den Staat", meint der Wirt.



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Jurist Miller würde mit dem Gewinn dieser Klage einen Präzedenzfall schaffen und so auch den Weg für andere betroffene Wirte ebnen: "Das Epidemie-Gesetz hätte eine Entschädigung für Lokale und Geschäfte vorgesehen, doch das wurde ja geändert. Mit dem nun geltenden Pandemie-Gesetz schauen viele Unternehmer durch die Finger. Daher stellen wir einen Antrag auf Entschädigung." Für Windsperger geht es um seine Existenz: "Man darf nichts unversucht lassen."



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