WM-Skandal: Beckenbauer nicht vernehmungsfähig

Der Chef der umstrittenen WM 2006 ist gesundheitlich angeschlagen. Die Bundesanwaltschaft legt seinen Fall deshalb zur Seite.
In der Korruptionsaffäre rund um die Fußball-WM 2006 könnte Franz Beckenbauer straffrei ausgehen. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, soll das Verfahren der Bundesanwaltschaft gegen das OK-Präsidenten der Endrunde eingestellt werden.

Dies, weil Beckenbauer gesundheitlich angeschlagen und deshalb nicht vernehmungsfähig sei. Laut eigenen Angaben erlitt der 73-Jährige kürzlich einen Augeninfarkt und sieht auf dem rechten Auge "wenig bis nichts".

Seinem Fall droht damit die Verjährung. Diese tritt im April 2020 ein, 15 Jahre, nachdem Beckenbauer ein Darlehen an den damaligen Fifa-Vizepräsidenten Mohamed bin Hammam zurückgezahlt hatte.

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Weil diese Rückzahlung zu bin Hammam nach Katar in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die Konten der WM 2006 und eine Anwaltskanzlei in Obwalden getätigt wurde, ermittelt die Bundesanwaltschaft seit dem 1. September 2016 gegen Beckenbauer und weitere Personen aus dem OK.

Wie die NZZ schreibt, soll Beckenbauers Verfahren nun von jenem von drei weiteren ehemaligen Funktionären des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) getrennt werden. Unter anderem laufen Ermittlungen gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger. Auch gegen den ehemaligen Generalsekretär der Fifa, den Schweizer Urs Linsi, wird ermittelt. Sie alle stehen im Verdacht, mit betrügerischer Absicht gehandelt zu haben.



(pip)
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