Wüstenstaat Katar fliegt 4.000 Kühe ein

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Dem Wüstenstaat werden Verbindungen zu Terrororganisationen vorgeworfen. Die Nachbarländer blockieren ihre Unterstützung, Deutschland hilft aus.

Die arabischen Länder unter der Führung von Saudi-Arabien isolieren sich von Katar. Das kleine Land in den Emiraten leidet stark darunter. Nun sollen Kühe aus Deutschland die Milchversorgung der Bevölkerung sichern. Insgesamt wurden dem Staat 4.000 Kühe versprochen. Die ersten 165 sind per Flugzeug in die Hauptstadt Doha unterwegs.

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten werfen Katar vor, Terrororganisationen zu unterstützen. Außerdem wird die Nähe zu dem Erzfeind Iran nicht geduldet.

Klimatisierte Kuhställe in der Wüste

Katar will nun beweisen, dass sie sich auch selbständig versorgen können und nicht auf die Hilfe der Nachbarländer angewiesen ist. Bislang kam der größte Teil der Milchprodukte aus Saudi-Arabien. Derzeit hilft die Türkei mit ihren Waren aus. Die Kühe sollen nun ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit sein.

In der Wüste wurde unterdessen alles für die Kühe vorbereitet. Seit mehreren Wochen wurden klimatisierte Kuhställe gebaut, damit sich die Tiere wohlfühlen. Neben Deutschland, liefern auch die USA und Australien Kühe nach Katar. Innerhalb von neun Monaten will man sich autark mit Molkereiprodukten versorgen lassen. (ds)

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