Wutrede von Gregoritsch: "Will weg von Augsburg!"

Michael Gregoritsch hat genug vom FC Augsburg.
Michael Gregoritsch hat genug vom FC Augsburg.Bild: GEPA-pictures.com
Michael Gregoritsch platzt im ÖFB-Teamcamp der Kragen. Er ist beim FC Augsburg unzufrieden und will den Klub im Winter verlassen.

Der FC Augsburg hat schon wieder Ärger mit einem wechselwilligen Österreicher. Im Sommer hatte sich Martin Hinteregger seinen Wechsel zu Eintracht Frankfurt erstreikt. Jetzt macht Michael Gregoritsch seinem Unmut Luft und kündigt an: Er will im Winter weg.

Das stellte der 25-Jährige am Donnerstag im ÖFB-Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf klar. Am Samstag kann das Nationalteam im Heimspiel gegen Nordmazedonien in Wien die Qualifikation für die EURO 2020 fixieren. Vor der Feierlaune regiert bei Gregoritsch aber noch der Klub-Frust.

"Für mich ist klar, dass ich im Winter unbedingt von Augsburg weg will, damit ich die Möglichkeit habe, regelmäßig zu spielen und mich fürs Nationalteam zu empfehlen." Gregortisch hat Angst um seinen Platz im Aufgebot von Teamchef Franco Foda. "Hauptsache weg."

Der im Sommer versprochene Stammplatz ist derzeit in weiter Ferne. Im Schnitt spielte Gregoritsch 51 Minuten pro Bundesliga-Runde. Pikant: Im Sommer hielt ihn Augsburg von einem Werder-Wechsel ab. Er selbst habe sich den Transfer da schon gewünscht.

Gregoritsch will nicht streiken

"Ich habe nie ein Training bestreikt oder abgebrochen, habe mich nie aufgeführt und auch öffentlich immer zurückgehalten, und jetzt bin ich ordentlich liegengelassen worden."

Anders als Hinteregger: "Man sieht, dass es Möglichkeiten gibt, aus Augsburg wegzukommen, aber wenn man sich so verhält wie ich, anscheinend nicht. Wenn man sieht, dass andere spielen und performen und ich sitze in Augsburg auf der Bank, dann ist irgendwo die Frage, was im Fußball zählt. Ist es wichtig, dass du ein netter Kerl bist und dich immer gut verhältst und gut gespielt hast, oder muss man sich schlecht verhalten?" Er verstehe Hinteregger "vom Grundsatz her, doch ich weiß nicht, ob man es so machen muss wie er."

Gregoritsch ist seit 2017 bei Augsburg. Sein Vertrag läuft bis 2022. Interessenten müssen für seine Dienste daher eine Millionen-Ablöse zahlen. Gregoritsch: "Bei aller Liebe, aber ich habe jetzt ein halbes Jahr praktisch nicht gespielt. Da kann man sich nicht hinstellen und wieder eine zweistellige Millionensumme verlangen."

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