Wann es doch zum zweiten Lockdown kommt

Das "Virologische Quartett": Anschober, Kurz, Kogler und Nehammer.
Das "Virologische Quartett": Anschober, Kurz, Kogler und Nehammer.Picturedesk
Ein Bericht enthüllt, welche Szenarien für einen zweiten Lockdown in der Regierung umhergeistern.

Wie ein Schreckgespenst schwebt die Bedrohung eines zweiten Lockdowns angesichts der steigenden Corona-Zahlen über Österreich. Doch nach Willkür kann ihn die Regierung nicht verhängen. Es ist gesetzlich festgeschrieben, dass dafür der Kollaps des Gesundheitssystems oder eine vergleichbare Katastrophe drohen müsste. So weit ist es noch nicht.

145 Intensivbetten belegt

Derzeit sind 145 Intensivbetten von Corona-Patienten besetzt, schreibt der "Kurier". Ein Kollaps würde drohen, wenn 40 Prozent, also 800 Betten, der insgesamt 2.000 belegt wären.

Die Zeitung erfuhr aus der Regierung, dass diese "magische Grenze" bei weiterhin so steigenden Infektionszahlen Anfang oder Mitte Dezember erreicht werden könnte – also mitten im Weihnachtsgeschäft.

Bleibt die Zahl der täglichen Neuinfektionen ungefähr auf dem aktuellen Niveau, droht kein Lockdown. Vor allem, wenn sich die Altersstruktur nicht ändern sollte. Das sagt der Simulationsforscher Niki Popper.

Entwicklung nicht auszuschließen

Wie Experten des Complexity Science Hub errechnet haben, wird es aber kritisch, wenn die Zahl der täglichen Neuinfektionen zwei Wochen lang zwischen 5.000 und 8.000 oder sogar mehr liegt. Laut dem Komplexitätsforscher Peter Klimek sei eine solche Entwicklung auf längere Sicht nicht auszuschließen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) beschwören, dass es an der Bevölkerung liege, eine zweiten Lockdown zu verhindern. Die Entwicklung der Zahlen wird es zeigen.

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