"Bitte nicht essen"

10. Mai 2019 17:21; Akt: 10.05.2019 17:48 Print

Stadt in Japan will Essen im Gehen unterbinden

Kamakura lockt mit seinen vielen antiken Tempeln Tausende Besucher an. Für Müll wolle die Stadt jedoch nicht berühmt werden.

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Auch außerhalb Japans ist die Stadt Kamakura in der Präfektur Kanagawa bekannt. Etliche antike Tempel und wunderschöne Strände locken Reisende aus aller Welt an. Gleichzeitig hat der Ort mit einem Müllproblem zu kämpfen. Daher beschloss die Stadtverwaltung im April, die Menschen zu bitten, nicht mehr im Gehen zu essen - dadurch entstünde nämlich der meiste Dreck.

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In einem höflichen Erlass wendet sich die Stadt an die Touristen, aber auch Bewohner: Man möge während des Gehens bitte nicht essen. Dabei entstehe viel Abfall von weggeworfenen Verpackungen und herunterfallenden Resten. Und dieser Müll müsse dann von den Einwohnern beseitigt werden.

"Bewusstsein schaffen"

Laut mehreren Medienberichten wurde die Anordnung flächendeckend in der Öffentlichkeit ausgehängt. Ein Behördensprecher sagte gegenüber der CNN, dass keine Strafen vorgesehen seien. Man wolle aber ein Bewusstsein unter den Reisenden schaffen.

Kamakura ist nicht die einzige Stadt, die mit Müllproblemen zu kämpfen hat. In einem Teil von Florenz etwa ist das Essen im Gehen ausdrücklich verboten: Seit 2018 darf man in dem belebten Geschäftsviertel um die Via dei Neri nicht auf Fahrbahnen, Gehsteigen und Türschwellen von Geschäften und Häusern essen. Zu viele Menschen würden sich dafür dort tummeln.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gernesser am 10.05.2019 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider keine Esskultur

    Sollte bei uns auch verboten werden. Das Essen und Trinken to go ist unmöglich. Esskultur ist keine mehr vorhanden. Leider mangelt es an Erziehung der Eltern, da es kein gemeinsames Essen bei Tisch mehr gibt. Die meisten können nicht mal das Besteck richtig halten.

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  • Kannitverstan am 10.05.2019 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machen wir einfach die Augen auf

    Man bekrittelt in Wien die Hundehinterlassenschaften, doch genauer betrachtet haben wir uns schon an die Zuckerlpapierln, Kaugummireste, Kraftgelsackerln, Getränkeflaschen und Getränkedosen, Kebabpapierln, Pizzaschachteln sowie Burger und Pommeskartons, Nahrungsmittelreste und so weiter gewöhnt, wir sehen sie nicht mehr!

  • o a am 10.05.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herr

    Und die Zigarettenstummeln?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Schurli mit da Blechhaum am 11.05.2019 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FAKE NEWS

    Unter UNTERBINDEN verstehe ICH etwas anderes,quasi per Gesetzt, per Strafe, per Zwang, ein Verbot, Aber im Artikel steht doch eindeutig ES WIRD GEBETEN, KEINE STRAFE, Meines erachten WIRD sogar eigentlich Freundlich DARUM GEBETEN HINGEWIESEN und kein Wort von Verbot oder in die Richtung von Unterbinden. Es wird nur ganz einfach darum Gebeten, SONST NICHTS. Und diese Bitte ist auch Verständlich & Nachvollziehbar

    • Kamakura tobi am 16.05.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

      Di

      In Japan hat eine Empfehlung oder Bitte die Bedeutung einer Anweisung. IN diesem lokalen, kulturellen Kontext ist es schon ein Verbot, wenn auch schwammig in der Durchsetzung. Dafür sorgt aus eigener Erfahrung schon der allgegenwãrtige Schwarzmilan ( Tobi) , der Einem das Essen aus der Hand greift.

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  • Kuma am 11.05.2019 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    in japan hat man andere ansichten zu müll

    ich war schon in japan das Problem ist : in japan gibt es keine bzw. sehr wenig öffentlichen mistkübel . sie haben die Ansicht : den müll soll zu hause entsorgt werden.

    • Algebra am 11.05.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      In Japan wurden nach

      mehreren Anschlägen mit explodierenden Mistkübeln selbige einfach abmontiert. Na supa-Plan..

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  • franka am 10.05.2019 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und bei uns

    bitte auch das Rauchen, alk trinken , und vor allem Handys in der Öffentlichkeit. lenkt viel zu sehr vom strasse ab

    • Herbert Siebert am 13.05.2019 04:30 Report Diesen Beitrag melden

      @ franka

      Genau darum habe ich mit der Ideologie von euch Rechten ein Problem, das einzige was ihr könnt ist verbieten, vernadern, andere Menschen diskriminieren, Hass auf alles was euch nicht passt sähen, die Bürgerrechte die Freiheitsrechte und die Menschenrechte nach und nach einschränken. Meine Mutter war noch beim BDM und hat bis zu ihrem Tod diese Ideologie nie abgelegt, deshalb bin ich auch mit 14 Jahren ausgezogen, denn ich konnte es nicht mehr ertragen.

    • genau am 13.05.2019 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      @franka

      atmen verbieten, reden bestrafen, singende foltern, überhaupt alles was "vom strasse" ablenkt verbieten. weil strasse ist das wichtigste im leben

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  • o a am 10.05.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herr

    Und die Zigarettenstummeln?

    • G Heim am 11.05.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

      Zuerst die Raucher aus den Lokalen

      vertreiben und wenn sie auf der Strasse rauchen werdens von Leuten wie ihnen weiter terrorisiert?

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  • Gernesser am 10.05.2019 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider keine Esskultur

    Sollte bei uns auch verboten werden. Das Essen und Trinken to go ist unmöglich. Esskultur ist keine mehr vorhanden. Leider mangelt es an Erziehung der Eltern, da es kein gemeinsames Essen bei Tisch mehr gibt. Die meisten können nicht mal das Besteck richtig halten.

    • AuchWasEssenMuss am 13.05.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Gernesser

      Ok: Dann sorgen SIE dafür, dass ich zwischen meinen 2 Jobs, daheim warmes Essen am Tisch stehen habe und erklären meinen Chefs, warum ich nicht pünktlich komme.

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