Game Review

06. Mai 2019 18:14; Akt: 07.05.2019 16:42 Print

Boxboy! + Boxgirl! bietet Zeitvertreib mit Rucklern

Mit Boxboy! + Boxgirl! ist ein äußerst simpler, aber umso spaßigerer Knobler auf der Nintendo Switch erschienen. Er leidet allerdings an Rucklern.

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Der Spieler übernimmt wieder die Kontrolle über die box-förmige Figur Qbby und seine Kollegin Qucy und muss mit seiner Gabe - er kann aus Blöcken Hilfen wie Brücken oder Treppen bauen - ans Ende eines Levels gelangen. Das Prinzip erinnert stark an Titel wie Meat Boy, der Fokus liegt aber stärker auf dem Lösen von Rätseln als auf dem Überwinden von Fallen und Hindernissen. Schade ist, dass mit Qucy zwar auch eine weibliche Version des Helden vorhanden ist, sie sich aber bis auf die Schleife und Wimpern am Box-Körper nicht bei den Fähigkeiten von Qbby unterscheidet. Was das Spiel besonders macht, ist die Begrenzung der Blöcke: Pro Level kann nur mit einer gewissen Anzahl gebaut werden, um ans Ziel zu gelangen und bereits gebaute Reihen verschwinden mit dem Errichten von neuen. Wurde das Game auch grafisch auf der Switch aufgewertet, hätte das gar nicht sein müssen. Das liegt an der Natur des Titels: In Boxboy! + Boxgirl! geht es minimalistisch zu. Was aber nichts macht, denn der Titel lebt vom Spielspaß und man merkt schnell, dass die Grafik hier absolute Nebensache ist. Im Laufe der über 250 Rätsel werden die Aufgaben immer anspruchsvoller, und das Arsenal an Fähigkeiten von Qbby und Qucy immer größer. Was in Boxboy! + Boxgirl! allerdings auffällig ist, ist ein Bremser beim Gameplay. Konkret kommt es immer mal wieder zu auffälligen Rucklern beim Spielen, die sich bei dem wohl technisch eher anspruchslosen Titel kaum erklären lassen. Noch schlimmer wird dies im Koop-Modus, wenn man mit einem Partner auf Rätsellösungssuche geht. Teils jedes zweite Level gibt es dann einen kurzen, aber merkbaren Aussetzer. Zwar ist nicht überall in den Levels Timing und Präzision gefragt, ärgerlich sind die Ruckler aber dennoch.

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Boxboy! ist wieder zurück und hat Verstärkung mitgebracht. Bei Boxboy! handelt es sich um einen Puzzle-Platformer, der erstmals auf dem Nintendo 3DS im Jahr 2015 für Furore gesorgt hatte. Weil das simple Spielprinzip mit trotzdem kniffligen Passagen richtig guten Anklang fand, folgte das Sequel Boxboyboy! bereits ein Jahr später und noch ein Jahr darauf kam Bye-Bye Boxboy! heraus.

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Nun wagt sich Nintendo mit dem vierten Teil Boxboy! + Boxgirl! erstmals auf die Nintendo Switch. Mit durchmischtem Erfolg, wie der Test zeigt. Zwar erstrahlt Spieleheld "Qbby" samt Begleiterin "Qucy" und der Umgebung in ganz neuer und scharfer Grafik, doch das hat nie den Erfolg der Serie ausgemacht. Stattdessen haben sich im neuen Abenteuer kleine Pannen eingeschlichen.

Der Spieler übernimmt wieder die Kontrolle über die box-förmige Figur Qbby und muss mit seiner Gabe – er kann aus Blöcken Hilfen wie Brücken oder Treppen bauen – ans Ende eines Levels gelangen. Das Prinzip erinnert stark an Titel wie Meat Boy, der Fokus liegt aber stärker auf dem Lösen von Rätseln als auf dem Überwinden von Fallen und Hindernissen.

Nicht die Grafik macht das Spiel aus

Schade ist, dass mit Qucy zwar auch eine weibliche Version des Helden vorhanden ist, sie sich aber bis auf die Schleife und Wimpern am Box-Körper nicht bei den Fähigkeiten von Qbby unterscheidet. Was das Spiel besonders macht, ist die Begrenzung der Blöcke: Pro Level kann nur mit einer gewissen Anzahl gebaut werden, um ans Ziel zu gelangen und bereits gebaute Reihen verschwinden mit dem Errichten von neuen.

Wurde das Game auch grafisch auf der Switch aufgewertet, hätte das gar nicht sein müssen. Das liegt an der Natur des Titels: In Boxboy! + Boxgirl! geht es minimalistisch zu, die Figuren bestehen aus wenigen Linien, die Welten ebenso und an Farben und Details wurde gespart. Was aber nichts macht, denn der Titel lebt vom Spielspaß und man merkt schnell, dass die Grafik hier absolute Nebensache ist.

Dann kommt auch noch Qudy

Im Laufe der über 250 Rätsel werden die Aufgaben immer anspruchsvoller und das Arsenal an Fähigkeiten von Qbby und Qucy immer größer. Wer sich durch alle Rätsel geknobelt hat, dem steht schließlich auch noch ein extraschweres Extraabenteuer mit Qudy bevor – statt in Form eines Quadrats besteht Quby aus einem Rechteck und verfügt dementsprechend über ganz andere Fähigkeiten als seine beiden Kollegen.

Mit in den Levels erspielten Marken lassen sich in einem Ingame-Shop zudem Gegenstände kaufen, die das Fortkommen im Spiel erleichtern. Abseits davon hat der Shop nur kosmetischen Nutzen: Die Box-Charaktere lassen sich mit allerhand Anzügen und Schmuck ausstatten, was anfangs lustig ist, sich aber schnell abnützt. Egal, denn die Level bieten genug Abwechslung, um im hohen zweistelligen Stundenbereich zu begeistern.

Ein Fauxpas beim Gameplay

Was in Boxboy! + Boxgirl! allerdings auffällig ist, ist ein Bremser beim Gameplay. Konkret kommt es immer mal wieder zu auffälligen Rucklern beim Spielen, die sich bei dem wohl technisch eher anspruchslosen Titel kaum erklären lassen. Noch schlimmer wird dies im Koop-Modus, wenn man mit einem Partner auf Rätsellösungssuche geht. Teils jedes zweite Level gibt es dann einen kurzen, aber merkbaren Aussetzer. Zwar ist nicht überall in den Levels Timing und Präzision gefragt, ärgerlich sind die Ruckler aber dennoch.

Gerade der Koop ist neben der Ballonherausforderung – hier müssen schwer zu erreichende Luftballons in den Welten zum Platzen gebracht werden – nämlich die große Stärke des Titels. Die Level sind nicht nur ganz anders als im Einzelspielermodus, sondern auch vollkommen auf das Zweispieler-Prinzip ausgelegt. Wer hier nicht zusammenarbeitet, kann die Level nicht schaffen – und sich gegenseitig zu helfen, bedeutet hier auch Lacher und Spaß ohne Ende. Die Rätsel passen, der Sound stimmt, der Spielspaß ist grandios. Kann Nintendo noch die Ruckler per Update beseitigen, wird Boxboy! + Boxgirl! noch um einiges interessanter, als es bereits ist.

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(rfi)

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