Am Landesgericht Wiener Neustadt muss sich ab Dienstag 9 Uhr der Hochsicherheitshäftling Beran A. aus Ternitz verantworten. Dem mutmaßlichen IS-Sympathisanten wird vorgeworfen, einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant zu haben. Durch Hinweise konnte der Terror-Plan des jungen Mannes in letzter Sekunde verhindert werden. Konkret muss sich der 21-Jährige nun wegen terroristischer Straftaten und der Beteiligung an einer kriminellen Organisation vor Gericht verantworten. Wegen technischer Pannen wurde der Prozessbeginn um eine halbe Stunde verschoben.
Der ehemalige Mitschüler sei früher gar nicht religiös gewesen, genauso wenig wie Beran A.. Erst später, nachdem er längst nach Ternitz gezogen war und eine Lehre begonnen hatte, soll er begonnen haben über TikTok Videos von Predigern zu schauen, die ihm Hasan E. ab Mai 2023 weiterleitete.
Hasan E. habe Beran manipuliert, so die Anwältin. Die Beziehungsdynamik sei eben eine andere gewesen, als in der Anklage angenommen. "Er nannte meinen Mandanten "fettes Stück", schrieb ihm: Du machst zu viele Fehler."
"Beran hat Hasan zu keiner Zeit bestärkt, es war genau andersherum", argumentiert die Mair, will damit den schwersten und fürs Strafmaß (20 Jahre) ausschlaggebenden Vorwurf vom Tisch wischen. Die Beziehung zwischen den beiden Männern beschreibt sie als toxisch.