Der Prozess des Jahres

Swift-Attentäter vor Gericht – das droht Beran A.

Der Prozess des Jahres beginnt in Wiener Neustadt. Der mutmaßliche IS-Anhänger Beran A. wird streng bewacht und mit Handfesseln vorgeführt.
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Am Landesgericht Wiener Neustadt muss sich ab Dienstag 9 Uhr der Hochsicherheitshäftling Beran A. aus Ternitz verantworten. Dem mutmaßlichen IS-Sympathisanten wird vorgeworfen, einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant zu haben. Durch Hinweise konnte der Terror-Plan des jungen Mannes in letzter Sekunde verhindert werden. Konkret muss sich der 21-Jährige nun wegen terroristischer Straftaten und der Beteiligung an einer kriminellen Organisation vor Gericht verantworten. Wegen technischer Pannen wurde der Prozessbeginn um eine halbe Stunde verschoben.

Richterin rügt Angeklagten

Jetzt kommt nochmals eine "Schlachtliste" zur Sprache, die Beran A. in den Chats genannt haben soll. Laut eigener Aussage habe der Angeklagte das Wort "schlachten" damals "statt schlagen" verwendet. Der Beschuldigte versucht, sich wie folgt zu rechtfertigen:

"Ich bin frisch 18 geworden, war jung und naiv. Ich hatte Aggressionen, aber wusste nicht, was ich tun kann. Ich dachte, niemand kann mich verstehen – außer Hasan."

Heute würde er dieses Verhalten nicht mehr als normal bezeichnen. "Ich liebe Freuen, besonders meine Mutter und meine Schwester. Meine Familie weiß, wie ich wirklich bin", so der Angeklagte.

Das will die Richterin nicht stehen lassen: "Sie waren kurz vor einem Anschlag, bei dem Menschen gestorben wären. Das muss man auch mal sagen."

Es folgt eine zehnminütige Pause.

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