Hohes Sicherheitsrisiko

21. April 2019 14:28; Akt: 21.04.2019 17:24 Print

Österreich warnt Bürger vor Reisen nach Sri Lanka

Nach den verheerenden Anschlägen in Sri Lanka passt das Außenministerium seine Reisewarnungen für das Land an.

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Aufräumarbeiten nach dem Terror: Sicherheitspersonal überprüft die Kirche St. Sebastian in Negombo. Mindestens 290 Menschen sind tot, weitere 500 verletzt. In Sri Lanka kam es am Ostersonntag zu mehreren Explosionen. In den Sozialen Medien kursieren Bilder aus dem Innern der Kirche St. Sebastian in Batticaloa. Priester bringen sich nach der Explosion in Kochchikade in Sicherheit. Die Detonationen ereigneten sich in mehreren Kirchen und Luxushotels. Verwüstung in der römisch-katholischen St.-Sebastians-Kirche in Negombo. Mindestens 67 Menschen starben beim Anschlag auf die römisch-katholische Kirche. Im Luxushotel Shangri-La in Colombo detonierte ebenfalls ein Sprengsatz. Die Zionskirche in Batticaloa, rund 280 Kilometer östlich der Hauptstadt Colombo, wurde ebenfalls zu einem Schauplatz des Terrors. Die ersten sechs Explosionen fanden innerhalb einer Stunde statt. Später ereignete sich noch eine siebte und eine achte Detonation. In Orugodawatta, einem Vorort im Norden der Hauptstadt Colombo, riss ein Selbstmordattentäter nach Polizeiangaben drei Polizisten mit in den Tod. Entsetzen und Trauer im ganzen Land. Die Opferzahl steigt laufend. Auch mehrere Ausländer wurden getötet. Sieben Personen wurden verhaftet. Die Regierung spricht von einer koordinierten Aktion mit dem Ziel, "Tod und Chaos" über das Land zu bringen. Österreich hat seine Reisehinweise für Sri Lanka nach den Anschlägen angepasst. Die Behörden verhängten eine Ausgangs- und eine Social-Media-Sperre im Land. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete am Dienstag (23. April), dass sich die Organisation IS zu den Terror-Anschlägen bekennt.

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Mindestens 191 Menschen dürften bei der Anschlagsserie in Sri Lanka ums Leben gekommen sein – darunter auch Touristen aus den USA, England und den Niederlanden. Zur Stunde liegen keine Hinweise auf österreichische Opfer vor.

Dennoch hat das österreichische Außenministerium seine Reisehinweise für den Inselstaat nun verschärft. Es gilt Sicherheitsstufe 4 ("hohes Sicherheitsrisiko") im ganzen Land.

"Nach den Anschlägen auf Kirchen und Hotels am Ostersonntag 21.4.2019 muss derzeit von einem hohen Risiko von Terroranschlägen ausgegangen werden. Es ist mit erhöhten Sicherheitskontrollen und Behinderungen im Reiseverkehr zu rechnen", heißt es auf der Website des Ministeriums.

Rückflug trotz Ausgangssperre möglich

Und weiter: "Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefahr bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen."

Das Ministerium verweist weiter auch auf die Ausgangssperre, die nach den Anschlägen in Sri Lanka verhängt wurde. Allerdings sei der Flughafen von Colombo in Betrieb, "Passagiere können diesen unter Vorweisung des Flugtickets erreichen".

Weitere Gefahren

Unabhängig von den jüngsten Ereignissen lauern in Sri Lanka auch weitere Gefahren für Touristen. So befinden sich im Norden und Nordosten des Landes noch zahlreiche, nicht markierte Minenfelder. Frauen wird von Alleinreisen auch in touristischen Gebieten abgeraten, um sexuelle Belästigungen zu vermeiden.

>>> Alle Infos zu den verheerenden Anschlägen finden Sie in unserem Liveticker.

Explosionen in Sri Lanka am Ostersonntag

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(jbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Lüdin am 21.04.2019 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Angriffe

    "Die Tropeninsel mit ihren knapp 21 Millionen Einwohnern ist mehrheitlich buddhistisch. Rund 12,6 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, 9,7 Prozent Muslime und 7,4 Prozent Christen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der verschiedenen Religionsgemeinschaften" Es geht hier um viel mehr als Angriffe auf Kirchen. Es handelt sich um Angriffe im Sinne weltpolitischer Vormachtstellung.

  • Amid am 21.04.2019 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Im Nachhinhein waren is eh super

    Was ist mit den ganzen Überwachungsapparat, funktionierts net, gö?

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  • Peter Lüdin am 21.04.2019 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Angriffe

    "Die Tropeninsel mit ihren knapp 21 Millionen Einwohnern ist mehrheitlich buddhistisch. Rund 12,6 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, 9,7 Prozent Muslime und 7,4 Prozent Christen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der verschiedenen Religionsgemeinschaften" Es geht hier um viel mehr als Angriffe auf Kirchen. Es handelt sich um Angriffe im Sinne weltpolitischer Vormachtstellung.

  • Amid am 21.04.2019 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Im Nachhinhein waren is eh super

    Was ist mit den ganzen Überwachungsapparat, funktionierts net, gö?