Bevölkerungsentwicklung

12. Februar 2019 15:30; Akt: 12.02.2019 16:24 Print

Wir sind jetzt 8,86 Millionen Österreicher

Knapp 8,86 Millionen Millionen Menschen lebten per 1. Jänner in Österreich. Gleichzeitig stieg der Ausländeranteil erneut an und ist damit höher als je zuvor.

Weihnachtsgeschäft am Einkaufssamstag Wien, Kärntner Straße. (Bild: Karl Schöndorfer, picturedesk.com)

Weihnachtsgeschäft am Einkaufssamstag Wien, Kärntner Straße. (Bild: Karl Schöndorfer, picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am 1. Jänner 2019 lebten vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge 8.859.992 Menschen in Österreich und damit um 37.725 Personen (+0,43%) mehr als zu Jahresbeginn 2018. Damit verzeichnete Österreich 2018 die niedrigste Bevölkerungszunahme der letzten sieben Jahre. 2011 gab es mit +0,39% zuletzt ein geringeres Wachstum, während in den Jahren von 2012 bis 2017 durchschnittlich Zuwächse von 0,80% verzeichnet wurden.

Wien nicht mehr Wachstumskönig

Zwischen 2009 und 2017 war Wien stets das Bundesland mit der größten Bevölkerungszunahme Österreichs. 2018 verzeichnete Wien hingegen zusammen mit Tirol und Salzburg (jeweils +0,49%) nur ein leicht überdurchschnittliches Wachstum. Einen deutlich größeren Einwohnerzuwachs gab es 2018 sowohl in Vorarlberg (+0,63%) als auch in Oberösterreich (+0,59%).

Das Bevölkerungswachstum Niederösterreichs entsprach mit +0,43% exakt dem Bundesdurchschnitt, während sich im Burgenland (+0,26%) und in der Steiermark (+0,23%) etwas geringere Zuwächse ergaben. In Kärnten erhöhte sich die Bevölkerungszahl 2018 hingegen nur um 85 Personen (+0,02%), blieb also praktisch unverändert.

Zuwachs in 62 Bezirken, Rückgang in 32

Auf regionaler Ebene (siehe Karte unten) ergab sich in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich bis auf wenige Ausnahmen ein flächendeckendes Bevölkerungswachstum. In der Osthälfte Österreichs konzentrierte sich die Bevölkerungszunahme hingegen vor allem auf den Ballungsraum rund um Wien sowie die Hauptverkehrsachsen Niederösterreichs und das Nordburgenland. Insgesamt verzeichneten 62 politische Bezirke im Jahr 2018 einen Anstieg ihrer Einwohnerzahlen. Am stärksten wuchsen die Bezirke Bruck an der Leitha (+1,58%), Wels-Land (+1,39%), Linz-Land (+1,17%), Gänserndorf (+1,15%) und Kufstein (+1,11%).

Rückläufige Bevölkerungszahlen ergaben sich hingegen im gesamten Waldviertel, in der Obersteiermark, insbesondere im oberen Murtal, im Mittel- und Südburgenland, in weiten Teilen Kärntens, in Osttirol und in den alpinen Regionen Niederösterreichs. Insgesamt waren 32 politische Bezirke von einem Bevölkerungsrückgang betroffen, wobei die stärksten Abnahmen in Murau (-0,92%), Sankt Veit an der Glan (-0,64%), Gmünd und Waidhofen an der Ybbs (jeweils-0,63%) und Murtal (-0,62%) verzeichnet wurden. Auch Innsbruck verzeichnete mit -0,25% als einzige Landeshauptstadt Österreichs im Jahr 2018 einen Bevölkerungsrückgang.

43.521 mehr Ausländer

Wie aus den vorläufigen Ergebnissen außerdem hervorgeht, lebten am 1. Jänner 2019 insgesamt 1.439.401 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entspricht 16,2% der Gesamtbevölkerung (gegenüber 15,8% am 1. Jänner 2018) und einem Plus von 43.521 Personen. Die größten drei Nationalitäten waren deutsche (192.462), serbische (121.547) und türkische (117.262) Staatsangehörige. Verglichen mit dem Vorjahr gab es die stärksten Zuwächse bei rumänischen (+10.429), deutschen (+5.621) und ungarischen (+5.619) Staatsangehörigen.

Statistik: Bevölkerung von Österreich von 2009 bis 2019 (in Millionen Einwohner) | Statista

Auf Ebene der Bundesländer gab es zu Jahresbeginn 2019 den größten Ausländeranteil in Wien (30,2%), aber auch in Vorarlberg (17,8%) und Salzburg (17,2%) wurden Werte über dem Bundesdurchschnitt verzeichnet. Am niedrigsten fiel der Ausländeranteil im Burgenland aus (8,9%).

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roni am 12.02.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    absolut kein

    grund zur freude. 8,86 mio. österreicher stimmt sicher nicht, wenns hoch kommt sind wir 6,5 mio echte österreicher.

  • Wastl am 12.02.2019 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann

    mir nicht vorstellen das dies alles echte Österreicher sind

    einklappen einklappen
  • Censorship am 12.02.2019 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wie toll...

    Auf einer Welt mit einer Überbevölkerung, ist eine wachsende Gesellschaft sicher etwas positives... :(

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Andi am 13.02.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Trauerspiel

    2 Kinder kann sich eine Österreichische Familie, die über Generationen für unser Land gearbeitet haben leisten. Dafür müssen beide Eltern arbeiten. 5-6 Kinder und mehr für die Zugezogenen, die ihre Kinder nicht ernähren können, das darf der Steuerzahler. So schaut's aus dank Rot/Grün und den anderen Tür- und Toröffnern. Bald gibt's zu wenig Leute die arbeiten, um diesen Großfamilien, die nicht einmal daran denken, sich zu integrieren, ein bequemes Leben zu ermöglichen. Was dann ? Schade um unser Heimatland.

    • Korbi am 13.02.2019 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andi

      die eine können sich nur zwei Kinder leisten und die anderen fünf. das macht keinen Sinn;)

    einklappen einklappen
  • Daisy am 13.02.2019 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    die Botschaft hör ich wohl

    winziges Land, viele Berge. Alles, was möglich schön langsam zubetoniert. :-( 8,86 - bei wie vielen wurden schon die Großeltern auf österr.Staatsgebiet geboren? Hmmmm. Wie viele haben eine "ersessene" Staatsbürgerschaft, sprechen aber trotzdem schlecht die offiziell ;o) einheimische Sprache?

    • Korbi am 13.02.2019 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daisy

      Ist es wichtig, wo die Großeltern geboren wurden?

    einklappen einklappen
  • Ehrlichkeit am 13.02.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    schreckliche Bilanz

    ...leider!!! Der Zuwachs in Österreich ist sehr bedauerlich, denn es sind fast ausschließlich Sozialtouristen zugezogen, die wir ein ganzes Leben lang inklusive ihrer Familien finanzieren werden müssen, inklusive deren Kinder usw....ich würde dieses Klientel als asozial bezeichnen, da die meisten nur aus diesem einen Grund zu uns gekommen sind!...also kein Grund zur Freude!

    • Korbi am 13.02.2019 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ehrlichkeit

      woher haben sie dieser Infos? unzensuriert oder rt?

    einklappen einklappen
  • Heinz am 13.02.2019 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Mr. 7 Job Hr. Harald Mahrer und seine ÖVP Freunde fordern noch mehr Zuwanderung.

  • Erich am 13.02.2019 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ein Unsinn

    Wir ,wer sind wir die Zuwanderer?