Nach tödlicher Attacke

30. September 2018 12:08; Akt: 30.09.2018 12:42 Print

Hartinger will strengere Gesetze für Hundehalter

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) spricht sich für strengere Regeln für Hundebesitzer aus.

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Gesundheits- und Sozialministerin Hartinger-Klein (FP) gilt als viel kritisierte Ablösekandidatin. Die Ministerin im Talk über Sozialversicherung, Rauchverbot und ihr Hobby autogenes Training. "Ich war drei Jahre im steirischen Landtag und drei Jahre im Nationalrat. Darüber bin ich sehr froh. Da habe ich gelernt, wie das politische Geschäft läuft. Hätte ich das politische Geschäft nicht auf gesetzgebender Ebene gelernt, wäre es jetzt nicht so leicht." "Im ersten ZiB2-Interview habe ich gesagt: 'Hartz IV mit mir nicht.' Und wie Sie sehen, habe ich mich durchgesetzt. Manche Dinge brauchen halt ihre Zeit. Aber ich weiß schon, was ich tue." "Die Leistungen für die Bürger in unserem Land sollen sogar erweitert werden. Vor allem: Wer die gleichen Beiträge zahlt, soll die gleichen Leistungen erhalten. Das ist derzeit nicht der Fall." "Meine Eltern haben beide sehr viel geraucht. Das hat mich so abgeschreckt, dass ich es nicht einmal probiert habe. Höchstens passiv. Wenn neben mir wer raucht, habe ich damit kein Problem." "Wir wissen, was für die Bevölkerung auf dem Spiel steht, arbeiten sehr konstruktiv zusammen. Natürlich ist man manchmal auch unterschiedlicher Meinung. Aber das wird intern ausgetragen." "Jetzt wird einmal die Sozialversicherung fusioniert. In der nächsten Legislaturperiode werden wir dann die Finanzierung aus einer Hand haben." "Es geht nicht um mein persönliches Empfinden, sondern darum, für die Menschen im Land das Beste zu erreichen." "Ich glaube nicht, dass die Menschen in unserem Land Vorstellungen haben, was ein Ministeramt für Herausforderungen mit sich bringt. Man ist immer Ministerin. Außer wenn man schläft vielleicht." "Meine Tochter war zuerst ganz stolz. Jetzt sieht sie's nicht mehr so lustig, weil die Mama weniger Zeit hat zum Shoppen gehen."

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Am 10. September passierte die tragische Hunde-Attacke in Wien-Donaustadt, die nun Konsequenzen für Hundehalter nach sich ziehen könnte.

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Strengere Gesetze für Hundehalter?
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Insgesamt 388 Teilnehmer

Der einjährige Waris war mit seinen Großeltern unterwegs, als sich ein Rottweiler von seiner Leine losriss und den Buben attackierte. Dabei biss er ihm in den Kopf und verletzte ihn lebensgefährlich. Über zwei Wochen lang kämpften Ärzte um das Leben des Buben – leider vergeblich. Am 27. September ist Waris verstorben.

Die für Tierschutz zuständige FPÖ-Ministerin Beate Hartinger-Klein zieht Berichten zufolge nun eine Gesetzesverschärfung in Erwägung. Die Gesundheits- und Sozialministerin spricht sich demnach für einheitliche Regeln für alle Hundesbesitzer aus. Experten sollen die Liste der auffälligen Hunderassen kontrollieren, gegebenenfalls erweitern und vereinheitlichen sowie eine österreichweite Alkoholgrenze für Halter überprüfen.

Lesen Sie hier: Die Stadt prüft eine Promillegrenze für Hundehalter >>>

Für folgende Hunde – auch Listenhunde genannt – sowie für Kreuzungen dieser Hunde untereinander und mit anderen Hunden besteht die Verpflichtung, einen Hundeführschein abzulegen:

>>> Bullterrier
>>> Staffordshire Bullterrier
>>> American Staffordshire Terrier
>>> Mastino Napoletano
>>> Mastin Espanol
>>> Fila Brasileiro
>>> Mastiff, Bullmastiff
>>> Tosa Inu
>>> Pitbullterrier
>>> Rottweiler
>>> Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff)

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sternchen am 30.09.2018 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesetze

    Was nützen strengere Gesetze wenn nicht kontrolliert wird....

  • Joseph am 30.09.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Und ich will strengere Gesetze gegenüber unseren Politikern; z.b. was Haftung betrifft. Aber Abschaffung der Immunität wäre schon mal ein guter Anfang

  • Hundehalter am 30.09.2018 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Trauerspiel

    Ist ja wohl ein Witz diese Änderung, was anderes fällt dieser Hartinger nicht ein.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Manu Sohns am 02.10.2018 06:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetze

    Was für Gesetze? Es dürfte sich nicht jeder gleich Hundetrainer nennen. Da fängt es schon an. Nicht jeder eignet sich für einen Hund oder einer Rasse. Was gar nicht geht, das Personen die Drogen nehmen oder betrunken sind Tiere ausführen oder halten.

  • Annemarie Senz am 01.10.2018 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ich glaube unsere Gesetze reichen ohnehin aus,sie müssen nur exekutiert werden. Man sieht nähmlich solche Hunde ,mehr denn je. Jedesmal frag ich mich ob der Besitzer auch in der Lage ist diesen Hund zu halten. Denn bei uns gibt's eine Menge Leute die der Meinung sind ihr Hund braucht nicht an der Leine gehen. Selbst das wird nicht kontrolliert. Also wozu bitte neue Gesetze die weder eingehalten noch kontrolliert werden?

  • myopinion am 01.10.2018 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    Worte, wann folgen Taten?

    Strengere Gesetze ja, aber bitte nicht 36, sondern Gefängnis strafen wären in einigen Fällen angebracht. Außerdem mehr Kontrollen. Diesen süffisant, grinsenden Haltern, die alles ignorieren, gehören endlich ihre Grenzen gezeigt.

  • Knut Randauch am 01.10.2018 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    Für's Erste würde es reichen,

    die bestehenden Gesetze einzuhalten und wirksam zu überwachen und ggf.zu strafen. Aber es ist mit den Leinen bei Hunden ebenso wie mit Radfahrern auf Gehsteigen, Tschickwegschmeißern bei Haltestellen, Telefonierern am Steuer etc. Niemand kontrolliert und niemand straft.

  • Karl am 30.09.2018 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Pseudoschutz vor Expertenrat.

    Experten sollen die Liste der auffälligen Hunderassen kontrollieren? Gegebenenfalls erweitern? Und das soll schützen? Sicher nicht!! Pseudoschutz... Hier geht es um etwas völlig anderes. Bitte Experten hinzuzuziehen, beraten lassen und ein sinnvolles Gesetz erarbeiten.