Experten warnen

28. November 2017 13:45; Akt: 28.11.2017 15:14 Print

Horror-Droge Carfentanil in Österreich aufgetaucht

Schon wenige Kristalle der Designer-Droge Carfentanil können tödlich sein. Jetzt ist der Stoff bei uns entdeckt worden, er wird über das Darknet verkauft.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Carfentanil wird eigentlich dazu verwendet, um große Tiere wie etwa Elefanten zu betäuben. Es ist eine Variante der Fentanyle, also künstlichen Opiaten, und 10.000 Mal stärker als Morphin – wenige Kristalle können tödlich sein. Jetzt ist die Designer-Droge in Österreich sichergestellt worden.

Umfrage
Sollte härter gegen Drogen durchgegriffen werden?

Wie der "Kurier" berichtet, wurden im Oktober 2017 bei der Beratungsstelle Checkit, wo Konsumenten ihre Drogen analysieren lassen können, vier Proben mit künstlichen Opiaten untersucht. Darunter befanden sich Carfentanil sowie U-47700. Wegen einer Überdosis des letzteren Stoffes starb im Mai ein 38-Jähriger in einer Kärntner Therapieeinrichtung.

Erhältlich im Darknet

Die Herkunft der Drogen sind nicht bekannt, doch in die USA dürften Lieferungen aus China ankommen. Erhältlich ist Carfentanil im Darknet, erklärt Daniel Lichtenegger, stellvertretender Leiter des Büros für Suchtmittelkriminalität im Bundeskriminalamt, dem "Kurier". "Die Preise dafür sind sehr gering, da besteht vor allem bei Heroinkonsumenten die Gefahr, dass sie umsteigen", so Lichtenegger.

Besonders gefährlich: Das Suchtgift kann über Hautkontakt aufgenommen werden. Drogenhunde sterben beim Erschnüffeln, es steht auf der Liste der chemischen Waffen. In den USA ist es sehr verbreitet. 2016 starben dort im Zuge der Opioidenkrise 65.000 Menschen an einer Überdosis.

Schulungen in Österreich

"Es gibt einen Verdachtsfall, dass sich einer unserer Ermittler eine Vergiftung durch Fentanyl beim Öffnen einer Probe zugezogen haben könnte", heißt es aus dem Bundeskriminalamt gegenüber dem "Kurier". Man habe auch bereits Schulungen durchgeführt, um Ermittler mit den Gefahren vertraut zu machen.

Die Bilder des Tages

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(lu)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppi am 28.11.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kommerz

    Hauptsache die Werbung stimmt, bevor man das Video sehen darf ...

  • Peter K. am 28.11.2017 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mr. EU-Parlament

    Wie wärs wenn wir die Päckchen einfach mit Schockbildern verzieren?? dann weiß jeder wie gefährlich es ist und kann selbst entscheiden ob es das Risiko wer ist?

  • Ennio P am 28.11.2017 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dornröschen

    Ja, wer hätte das gedacht. Das Dornröschen als Dornmöschen?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Peter K. am 28.11.2017 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mr. EU-Parlament

    Wie wärs wenn wir die Päckchen einfach mit Schockbildern verzieren?? dann weiß jeder wie gefährlich es ist und kann selbst entscheiden ob es das Risiko wer ist?

  • Seppi am 28.11.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kommerz

    Hauptsache die Werbung stimmt, bevor man das Video sehen darf ...

  • Zeitgeist am 28.11.2017 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Horror hier Horror da

    Statt immer die Horrorkeule zu schwingen sollte lieber ordentlich aufgeklärt werden. Damit könnte man viel mehr retten als mit Hexenjagden. Und warum wird jede Substanz in Österreich als Suchtgift bezeichnet? Hört endlich auf im Mittelalter zu leben ^^

  • Ennio P am 28.11.2017 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dornröschen

    Ja, wer hätte das gedacht. Das Dornröschen als Dornmöschen?