Neue Messgeräte

05. März 2019 08:03; Akt: 05.03.2019 09:32 Print

Polizei sagt Cannabis-Lenkern den Kampf an

Das Innenministerium hat neue Messgeräte angeschafft, um Cannabis-Einfluss bei Autolenkern besser nachweisen zu können.

Die Entwicklung der Anzeigen wegen Drogen am Steuer. (Daten: BMI)

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Verkehrsminister Norbert Hofer und Innenminister Herbert Kickl (beide FPÖ) haben sich den Kampf gegen Cannabis am Steuer auf die Fahnen geschrieben. Dafür wurden nun eigens neue Drogenmessgeräte angeschafft, um Cannabis besser nachweisen zu können.

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Denn derzeit gibt es zwar bereits ein Gerät – den Speicheltest P.I.A.² – dieses ist allerdings nur gut bei der Verfolgung von Amphetaminen, Kokain, MDMA (Ecstasy) oder Opiaten (Heroin). Beim Nachweisen des Cannabis-Wirkstoffs THC soll das Gerät allerdings derart eklatante Lücken haben, dass es mancherorts kaum mehr eingesetzt wird, wie es "bei der Exekutive hinter vorgehaltener Hand" laut einem Bericht des "Kuriers" heiße.

Drei Messgeräte im Praxistest

Deshalb wurden nun insgesamt 15 Messgeräte angeschafft, jeweils fünf eines bestimmten Typs. Im Praxistest soll sich nun zeigen, welches Modell am zuverlässigsten und praktikabelsten ist. Die Anschaffungskosten reichen von 15 Euro (für den "Wegwerftest" Drugwipe 5S) bis 4.500 Euro (für den Dräger Drugtest 5.000).

Alle Geräte seien bereits bei unterschiedlichen Polizeibehörden im Einsatz, sagt Generalmajor Martin Germ vom Innenministerium dem "Kurier". Er ist der oberste Verkehrspolizist des Landes und für den Test verantwortlich. 60 Polizisten werden nun speziell ausgebildet, aber nicht nur in der Bedienung, sondern auch im Erkennen von Drogenlenkern.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wendl am 05.03.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    THC Promille?

    Bei Alkohol wird zb in Promille gemessen, bis 0,5 Promille darf man noch fahren. Bei THC gibts dann nur nen Teststreifen? Ist der dann angenommen rosa heißt dass der Fahrer fährt unter Drogeneinfluss? Aber THC ist wesentlich länger nachweisbar als Alkohol, auch wenn schon längst keine Beeinträchtigung mehr vorliegt. Was wenn ich 2 Wochen in Holland Urlaub gemacht hab und 1 Woche nach meiner Rückkehr muss ich den Test machen? Das Gerät unterscheidet nicht ob ich Fahrtüchtig bin oder nicht, sondern lediglich ob THC Abbauprodukte im Blut sind. Rauschzustand liegt aber keiner mehr vor.

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  • Karl am 05.03.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Super Erfolg ...

    Liebe Polizei, wenn ihr Leute positiv testet und straft, die schon vor über 2 Wochen konsumiert haben, dann ist das wirklich kein Erfolg. Wer das gutheißt, hat einfach einen Hass auf Kiffer, das hat mich Rechtsstaat nichts zu tun, sondern ist einfach Willkür. Eine praktikable Lösung ist womöglich schwierig, aber diese kanns nicht sein. Cannabis ist im Harn und Blut einfach länger nachweisbar als Alkohol. Dass das Cannabisverbot veraltet ist, darüber brauchten wir gar nicht mehr reden. Wir sind mündige Bürger!

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  • Habakuk am 05.03.2019 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Rendi Wagner

    Rendi Wagner wird sagen, der Anstieg an Drogenlenkern (siehe Tabelle) ist erst seit es die Türkis-Blaue Regierung gibt

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Harti am 08.03.2019 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Der Lage nicht mehr Herr sein

    Der volkswirtschaftl. Schaden für die-Bürger durch die ganzen verbotenen Drogen geht in die Milliarden im Jahr bei 0.00 Einnahmen, wenn er alleine bei den Zigaretten laut Studie 665 Mio im Jahr ausmacht und das trotz 2 Milliarden Einnahmen pro Jahr..Die Strafen fürs Verkaufen müssten rigoros angehoben u. die Fahndung massiv erhöht werden

    • Gerry Dueregger am 12.03.2019 16:06 Report Diesen Beitrag melden

      Volkswirtschaftlicher Schaden durch das Rauschgift

      Quellennachweis bitte für ihre Behauptung zum volkswirtschaftlichen Schaden durch illegale Drogen in Österreich. Nach meinem Informationsstand verursacht Alkohol ein Vielfaches mehr an volkswirtschaftlichen Schaden, wie alle Illegalen Drogen zusammengenommen und er ist laut Studien zudem auch noch gefährlicher für den Einzelnen als z.B. Heroin...

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  • Wendl am 06.03.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    eine Meinung

    Irmi Kowaltschik, Benjamin Plutowarsky, Karl Vögler, Tamara Brummer, Sebastian Krawaritsch u.a... Sie haben alle haargenau die gleiche Art der Argumentation und verblüffend ähnlich "zufällig" ausgewählte Namen.

    • Penelope am 06.03.2019 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      Drogen konsumieren ohne Drogensüchtig zu sein

      Ja , das ist mir auch aufgefallen . Die Bezeichnen Kiffer alle als Drogensüchtig . Dabei konsumieren Kiffer nur Drogen . Deshalb sind sie noch lange keine Drogensüchtigen weil sie Drogen konsumieren . Man kann schliesslich auch Drogen konsumieren ohne Drogensüchtig zu sein . Also hört auf , die Kiffer als Drogensüchtige zu bezeichnen . Kiffer sind nicht drogensüchtig . Eine bodenlose Frechheit .

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  • Vota am 06.03.2019 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung

    Ich finde es diskriminierend dass in manchen EU Ländern der Konsum von THC haltigem Cannabis erlaubt ist und in anderen Ländern nicht. Ich werde hier eine Klage beim Verfassungsgerichtshof einbringen. Entweder alle in der EU oder keiner!

  • Angelika am 05.03.2019 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Suchtfahrten

    Holt lieber die Alkis von der Straße, dann lebenslanger Führerscheinentzug, und die Politiker sollen endlich die 0 Promille Grenze einführen, aber das trauen sich die Feiglinfe nicht weil sie selbst saufen und dann fahren

    • Horst1116 am 06.03.2019 10:20 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt

      Genau so ist es!!

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  • Wendl am 05.03.2019 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Drogensüchtige disziplinieren

    Es wäre an der Zeit das sich Firmen ihrer Verantwortung bewusst werden und verpflichtende Drogentests einführen welche unangekündigt durchgeführt werden . Arbeitnehmer welche dabei positiv getestet werden , bekommen die Chance auf eigene Kosten ein Entzugsprogramm zu absolvieren . Verweigern sie dies muss unmittelbar die fristlose Kündigung ausgesprochen werden . Drogen am Steuer sowie am Arbeitsplatz dürfen nicht Salonfähig werden . Hier muss mit der nötigen Härte durchgegriffen werden . Wenn es um den Job und um das Einkommen geht , wird den Drogensüchtigen klar werden was passiert ist .

    • Bart Wakker am 06.03.2019 20:43 Report Diesen Beitrag melden

      Krank

      1. Wir reden hier nicht von Drogensüchtigen, sondern von Konsümenten. In etwa 10% der THC Konsumenten wird süchtig (bei Alkohol übrigens etwa 20%), 90% also nicht. 2. Sucht ist eine Krankheit. Natürlich muss dagegen etwas gemacht werden, aber kranke werden nicht "diszipliniert", sondern gut behandelt und hoffentlich geheilt.

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