Arbeit und Schule

07. Januar 2019 13:16; Akt: 07.01.2019 13:39 Print

Ab wann gibt es eigentlich "schneefrei"?

Seit Tagen herrscht Winter-Chaos in Österreich, vorläufig ist kein Ende in Sicht. Heftige Schneefälle können das Fernbleiben vom Arbeitsplatz rechtfertigen.

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In Hochfilzen hat es vom 1. bis zum 15. Jänner 451 Zentimeter geschneit. Lofer in Salzburg versinkt im Schnee. Sperre der Felbertauernstrasse und des Felbertauerntunnels nach den starken Schneefall und der akuten Lawinengefahr (Bild aufgenommen am 14. Januar in Mittersill). Gegen 6.30 Uhr kam es zu einem Lawinenabgang auf die Walchsee Bundesstraße B 172 in Walchsee. Lawinenabgang auf der Tannheimer Bundesstraße B 199 in Nesselwängle. Lawinenabgang auf der Tannheimer Bundesstraße B 199 in Nesselwängle. Lawinenabgang auf der Tannheimer Bundesstraße B 199 in Nesselwängle. Die Lawinengefahr bleibt am Montag groß. Zahlreiche Straßen bleiben weiter gesperrt. Gegen 20 Uhr ging ein Schneebrett auf die Tannheimer Bundesstraße B 199 in Nesselwängle ab. Ein Lawinen-Gefahr Schild nach Lackenhof am Ötscher in Niederösterreich. Im Gebiet um Lackenhof sind in der letzten Woche 2 Meter Schnee gefallen. Heftiger Schneefall in der Ramsau am Dachstein. Winterliche Straßenverhältnisse in der Ramsau am Dachstein. Sankt Anton am Arlberg Ein Bagger befreit eine Straße in Niedertauern (Salzburg) von den Schneemassen. Extreme Schneefälle in den steirischen Nordalpen. St. Anton versinkt im Schnee. Riesige Schneemassen in Obertauern. Nachdem der Ort tagelang von der Außenwelt abgeschnitten gewesen ist - zudem herrscht Katastrophenalarm - war die Zufahrt für einige Stunden möglich. Auf den Dächern wird der Schnee herunter geschaufelt. Schwere Technik ist angerückt, um den Schnee abzutransportieren. Nach Angaben der Bewohner, kommt so ein Ereignis nur etwa alle zehn Jahre vor. Das Wartehäuschen dieser Busstation wurde zur Zuflucht vor den Schneemassen. Nur durch ein Loch kommt man mehr hinein - Bus fährt verständlicherweise aktuell keiner. Während auch die Menschen in Ramsau am Dachstein wie verrückt Schnee schaufeln müssen, ... ... toben sich die Stubentiger in der weißen Pracht richtig aus. Eine Frau mit ihrem Kind beim Schneeschaufeln, aufgenommen am Dienstag, 8. Jänner 2019 in der Ramsau am Dachstein. Ein Schneepflug bei der Schneeräumung aufgenommen am Dienstag, 8. Jänner 2019, in Ramsau am Dachstein. Auf der Tauplitzalm zeigt sich das Schneechaos auch von seiner malerischen Seite - zumindest solange die Sonne durchkommt. Die Schneesituation auf der Tauernautobahn A10 am Dienstag, 8. Jänner, 2019. Ein eingeschneites Fahrrad in Flachau am Mittwoch, 9. Jänner, 2019. Die Lawinensituation verschärfte sich schon am Dienstag in Österreich immer weiter: Am Montag waren in Filzmoos keine Lifte mehr in Betrieb. Mittlerweile versucht man krampfhaft Dächer von den Schneemassen zu befreien. Dabei sind die Schneehöhen gewaltig, wenn man einen 1,80 Meter großen Menschen im Vergleich sieht. Teilweise werden auf den Dächern mit Sägen regelrechte Schnee-Vier-Ecke herausgeschnitten. In Filzmos musste ein Autofahrer am 7. Jänner sein Vehikel erst wiederfinden und dann auch noch freilegen. Dieser Autofahrer in der Region Flachau hatte schon ein bisschen mehr Glück. Sein Wagen ist zumindest noch ausnehmbar. Winterwunderland in Filzmoos. Heftige Schneefälle in weiten Teilen Österreichs: im Bild eine Frau beim Schneeräumen in Saalbach Hinterglemm Tiefwinterliche Verhältnisse am Sonntag, 6. Jänner 2019, in Tirol. Davon ließen sich die Einheimischen aber nicht aufhalten. Eine Frau aus Biberwier (Bezirk Reutte) rückte gar in Shorts zum Schneeräumen aus. In Hochfilzen (Tirol) mussten sogar die Zugführer der ÖBB ihre Gleise suchen, die unter den Schneemassen verdeckt waren. Andere kämpften gegen Schnee und Eis auf den Dächern. Ein Mann bei der Schneeräumung am Dach eines Hauses in Hochfilzen. Ebenfalls in Hochfilzen standen Menschen plötzlich vor einer weißen Wand. In der Steiermark sorgte der heftige Schneefall für Behinderungen im Straßenverkehr. So musste etwa die Obertalstraße bei Schladming - wie viele andere - aufgrund von Lawinengefahr gesperrt werden. Auch die Untertalstraße im Untertal bei Schladming war aufgrund von Lawinengefahr gesperrt. Beim Land Steiermark wurde überlegt, bei den anhaltenden Schneefällen und steigender Lawinengefahr weitere Straßen zu sperren. Etwa die B23 im Gemeindegebiet von Neuberg an der Mürz (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag). Im Bild die Situation in Schladming. Ein Mann mit einer Schneefräse in einem Tunnel auf der Planai, aufgenommen am Samstag 5. Jänner 2019 auf der Planai in Schladming, Steiermark. Nach dem Tunnel-"Durchbruch" hatte er gleich auch selbst ein "Sahnehäubchen". Die Lawinensituation in der Obersteiermark bleibt angespannt. Im Bild ein Blick in die Landeswarnzentrale in Graz. In der Steiermark sorgt heftiger Schneefall für Behinderungen im Straßenverkehr. Im Bild die Situation in Schladming. In der Steiermark sorgt heftiger Schneefall für Behinderungen im Straßenverkehr. Im Bild die Situation in Schladming.

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Das Wetter sorgt auch für Chaos auf den Straßen: Zahlreiche Verbindungen sind gesperrt, tausende Wintersportler waren am Wochenende zeitweise in Saalbach-Hinterklemm eingeschlossen. Nach wie vor sind in der Steiermark dutzende Haushalte von der Außenwelt abgeschottet.

Da stellt sich die Frage: Was, wenn ich als Arbeitnehmer wegen der Schneefälle den Weg zur Arbeit nicht (oder nur verspätet) schaffe? Haben Angestellte mit Konsequenzen zu rechnen? Und (ab wann) gibt es offiziell "schneefrei"? Gleich vorweg: Wer aufgrund von Naturereignissen wie Überflutungen, Murenabgängen oder eben den aktuell heftigen Schneefällen nicht oder nicht rechtzeitig in die Arbeit kommen kann, hat nichts zu befürchten.

So sieht es arbeitsrechtlich aus:

"Wenn extreme Wetterbedingungen herrschen und Sie deshalb nicht oder nicht pünktlich Ihre Arbeit antreten können, liegt ein so genannter Dienstverhinderungsgrund vor. Das heißt, Ihr Fernbleiben oder Ihre Verspätung ist entschuldigt – allerdings nur, wenn Sie vorher alles Zumutbare unternommen haben, um es trotz Schnee und Eis (pünktlich) in die Arbeit zu schaffen. Sie müssen beispielsweise früher als sonst aufbrechen, wenn der Wetterbericht schon am Vorabend das Schneechaos vorhersagt. Oder vom Auto auf Öffis umsteigen, falls das eine gangbare Option ist", heißt es dazu bei der Arbeiterkammer.

Was "zumutbar" ist, hängt letztlich vom Einzelfall ab. "Einem gesunden Arbeitnehmer wird es etwa zuzumuten sein, wenn er ein paar Kilometer zu Fuß marschiert, sollte auf Schiene oder Straße nichts mehr gehen."

Um keine Probleme befürchten zu müssen, sollten Arbeitgeber sofort informiert werden, sobald sich abzeichnet, dass Sie es nicht (oder nicht pünktlich) zum Arbeitsplatz schaffen.

"Schneefrei" für Schüler

In der Obersteiermark blieben am Montag schneebedingt einige kleinere Schulen, darunter in St. Nikolai im Sölktal, geschlossen. Generell informierte die Bildungsdirektion Steiermark, dass "aufgrund des Schulunterrichtsgesetzes und des Schulpflichtgesetzes bei Unzumutbarkeit des Schulweges oder bei schlechter Witterung, wenn dadurch eine Gefährdung der Gesundheit möglich ist, die betroffenen Schüler aller Schularten zum Fernbleiben vom Unterricht berechtigt sind."

Alle Entwicklungen und wie es mit dem Wetter weitergeht, lesen Sie hier >>>

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(red)

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