Bis zu 25 auffällige Teenager

27. November 2018 06:13; Akt: 27.11.2018 07:52 Print

"Alcatraz" für Asylwerber? Neues Heim in Drasenhofen

Im Bezirk Mistelbach wird ein neues Asylheim für Flüchtlinge eingerichtet - mit Zaun, Sicherheitspersonal, Wachhund und Kamera.

Das Asylheim in Drasenhofen (Bild: privat)

Das Asylheim in Drasenhofen (Bild: privat)

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Drasenhofen, ein Dorf mit gut 1.000 Einwohnern im nördlichsten Weinviertel, direkt an der tschechischen Grenze, soll wieder Flüchtlinge beherbergen, und zwar in einem Sicherheitslager für junge, "schwierige" Asylwerber.

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"Seit Längerem gibt es das Gerücht, dass das Ex-Flüchtlingsquartier zu einer Art Alcatraz umfunktioniert wird. Es heißt, es gibt einen Zaun, Sicherheitspersonal und sogar einen Wachhund sowie Kameraüberwachung, strikte Ausgehzeiten gekoppelt an Verbote und keine Annehmlichkeiten. Angeblich kommen nur straffällige und drogensüchtige Asylwerber. Da Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl am Montag in Drasenhofen war, denke ich, es stimmt", so ein besorgter Bürger.

Das sagt Landesrat

"Heute" fragte im Büro des FP-Landesrats nach, dort hielt man sich noch bedeckt: "In Drasenhofen ziehen wieder Flüchtlinge ein. Und zwar ausschließlich junge Asylwerber von 16 bis 18 Jahre", so ein Sprecher. Laut Büro Waldhäusl werden rund 20 bis 25 unbegleitete Asylwerber kommen, die allesamt ein getrübtes Vorleben haben. Fix ist: Die ersten Bewohner sind am Montagabend gekommen, im Laufe der Woche soll das Quartier voll belegt sein.

"Wie soll Integration funktionieren, wenn die Leute eingesperrt sind? Andererseits: Wer schützt uns vor ihnen, wenn sie unterwegs sind? Man liest ja viel über Angriffe. Meine Familie und ich haben Angst", so der Drasenhofener weiter.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seher am 27.11.2018 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Vor Ort Lösungen finden

    So wird endlich ein Zeichen gesetzt. Hoffentlich spricht sich diese Massnahme herum. Die Menschen sollten endlich lernen, dass die Völkerwanderung auf der ganzen Welt nur ein Verschieben der Probleme mit sich bringt...

  • zimbo am 27.11.2018 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Leider sind sie hier !

    Dabei war diese Gegend so friedlich.ein rascher Abschub wäre wünschenswert, dann wären solche Lager nicht notwendig.Achja und man könnte die Grenzen schützen, wie es zB RU vorzeigt, daß es möglich ist.

  • Gerlinde M am 27.11.2018 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Die Integration wird dadurch nicht verbessert, aber Mensch und Tier sind weniger gefährdet! Außerdem werden sie doch irgendwann in die Heimat zurückkehren !!!!!

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gerhard Hackhofer am 02.12.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Unmenschlich

    Ist inzwischen vom Tisch, Gott sei Dank. Integration funktioniert nicht durch Lager irgendwelcher Art.

  • Angelika Lobesam am 30.11.2018 03:01 Report Diesen Beitrag melden

    Sind wir wieder einmal so weit?

    Möchte wissen, wer von den Befürwortern sich schon ernsthaft mit den afghanischen Burschen befasst hat. Meist sind es vaterlose Burschen (Väter von Talibans umgebracht, die Burschen selbst bedroht), die von ihren Müttern zu Hause ängstlich behütet wurden. Die meisten sind höflich und freundlich, gerade Frauen gegenüber, weil sie ihre Mütter vermissen. Die Dämonisierung dieser armen Menschen ist übelste Angstpropaganda um politische Ziele zu verschleiern. Die Integration wäre jedenfalls billiger als die Aufrüstung und solche sinnlose Aktionen wie diese, die auf allen Seiten böses Blut erzeugen-

  • Helga Trabelsi am 29.11.2018 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Dipl.Guks

    Kein Experte einer Jugendwohlfahrt wird so eine Internierung befürwortem. Einfach weg -bzw. einsperren von der Flucht traumatisierte Minderjährige ist beschämend und kontraproduktiv . Ich appeliere an die Landeshauptfrau eine menschenrechtswürdige Lösung zu erarbeiten und raschest zu reagoeren.

  • Gabriele Fass am 29.11.2018 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Lager, kennen wir das nicht schon?

    Zuerst werden die nicht genehmen Fremden interniert, dann das eigene nicht genehme Volk. Und wer nicht genehm ist bestimmen die Rechten. Da kann es sehr schnell jemanden treffen der jetzt freudig zu dieser menschenverachtenden Maßnahme applaudiert.

  • Roswitha schaffer am 27.11.2018 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Man muss die straffälligen in ihre Heimat schicken und nicht noch in Österreich in einem quartier unterbringen.