St. Pölten

18. Juni 2019 11:00; Akt: 18.06.2019 17:59 Print

Bub vergessen, Eltern im Lokal: Jugendamt reagiert

In der Nacht auf Sonntag war ein Bub (2) im Kinderwagerl am Domplatz in St. Pölten abgestellt worden. Das Jugendamt setzte Sofortmaßnahmen: Er wurde den Eltern abgenommen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Selbst für die erfahrenen Polizisten war es ein außergewöhnlicher Einsatz: Ein Paar (35, 36) aus dem Mostviertel hatte den Kinderwagen samt Söhnchen am Domplatz abgestellt, ein Zeuge rief gegen 03.15 Uhr die Polizei. Die Eltern tauchten erst gegen 7.30 Uhr bei der Exekutive auf ("Heute" berichtete).

Doch da war der Kleine schon im St. Pöltner Spital und das Jugendamt war informiert. Der St. Pöltner Chef der Jugendwohlfahrt, Gerhard Karner, sagte zum Fall: "Von uns wurde wegen der Dringlichkeit und örtlichen Zuständigkeit eine Sofortmaßnahme zum Schutz des Kindes gesetzt, nachdem wir von der Polizei kontaktiert wurden. Die weitere Fallbearbeitung obliegt allerdings der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld, Kinder- und Jugendhilfe."

Abnahme oder Betreuung?

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten: Der Zweijährige bleibt bei den Eltern, Vater (36) und Mutter (35) werden engmaschig betreut und kontrolliert oder den Eltern wird die Obsorge entzogen. Derzeit ist der Bub bei Pflegeeltern, die BH Lilienfeld wird demnächst eine Entscheidung treffen.

"Dem Kind ist zum Glück nichts passiert, es war lediglich ganz leicht unterkühlt. Die Eltern dürften frühmorgens das Kind abgestellt und ein Lokal aufgesucht haben. Dann rief uns bereits ein Zeuge an. Die Eltern dürften zudem in St. Pölten etwas die Orientierung verloren haben. Sie stammen nicht aus St. Pölten, sind Asylwerber, die zwar in NÖ wohnen, aber offenbar nicht ortskundig waren", so ein Polizist.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Toni am 18.06.2019 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ojeee

    Da stellt man sich die Frage, wie der Alltag des kleinen Jungen bei solchen Eltern abläuft? Das ist aber leider kein Einzelfall. Manch anderen Eltern hätte man m. E. schon längst die Kinder wegnehmen müssen. Aber wie es dann den Kindern weiter gehen wird, ist dann eine Story

    einklappen einklappen
  • Susi am 18.06.2019 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Wenn man nicht verträgt dann sollte man auch nichts trinken

    einklappen einklappen
  • Martin am 18.06.2019 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung...

    .... wurde wohl direkt aus dem Kopf ges...en. Wie kann man nur..

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 19.06.2019 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    wir leben in ...

    Wir leben in einem politischen System, in dem durch sozialistische Umverteilungspolitik immer mehr Vorteile für Menschen entstehen, die außerstande oder ungewillt sind, für sich und andere zu sorgen. Gleichzeitig werden anständig arbeitende und sich an Regeln haltende Bürger immer stärker zur Kasse gebeten, um all das zu finanzieren. So kommt es zu einem immer stärkeren Anwachsen der sozialen Unterschicht, was durch offene Grenzen noch beschleunigt wurde. Sozialismus hurra!

  • Friedrich Hofee am 19.06.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Übersehen...

    Das JuGendamt!'ja die lösen den Fall und finden das Problem. Jaa das Jugendamt! findet das heraus. Jaa das Jugendamt....

  • Fragefix am 19.06.2019 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Lesen, verstehen, triggern

    Ich stelle fest: Viele dieser Menschen, die hier kommentieren, verstehen entweder weder den Inhalt oder lassen sich von dem Wort Asyl triggern. Das Kind wurde um 03:15 GEFUNDEN! Heißt im Umkehrschluß: Es muss ja vorher schon da gewesen sein. Ist als klar, dass das Kind nicht um 19 Uhr im Bett liegt. Und es gehört erstmal geprüft, ob eine Wegnahme Sinn mach oder nicht. Und ob Asyl oder nicht MUSS zweitrangig sein, weil es geht um das Wohl eines kl. Menschen! Erstmal PF, zeitgleich Screening und dann richtig entscheiden liebes JA. Und ihr: verurteilt einfach mal weniger...

  • Fragefix am 19.06.2019 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    @Toni: schnell verurteilt!?

    Auch wenn man über diese Aktion nicht diskutieren braucht: wer sagt, dass es dem Kind schlecht geht? Anscheinend verallgemeinern und verurteilen Sie schnell über andere. Oder hat Sie das Wort Asyl getriggert?

  • asül am 19.06.2019 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    herr

    vielleicht haben die eh zehn kindern. da kann mann eines schon mal vergesen..