Niederösterreich

06. Dezember 2018 18:00; Akt: 06.12.2018 16:44 Print

Drasenhofen: Kritik und Fragen zu den Kosten

Die Opposition hat viele Fragen zu Drasenhofen. Eine davon: Wer war verantwortlich, dass der Betreiber des Asylheims pro Kopf und Tag 283 Euro bekam?

Schwertner (kl. Foto), Waldhäusl und Drasenhofen.  (Bild: heute.at)

Schwertner (kl. Foto), Waldhäusl und Drasenhofen. (Bild: heute.at)

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Die Kosten von Drasenhofen - "Heute" berichtete übrigens schon vor Tagen darüber - werfen Fragen auf. "Wir hegen den Verdacht, dass hier Steuergelder ohne Leistung bezogen worden sind", wurde NEOS-Landessprecherin Indra Collini in einer Aussendung zitiert. Eine Betreuung habe laut Jugendanwaltschaft ja nicht stattgefunden.

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Wie berichtet bekam der Betreiber, die ASOB, an deren Spitze ein Tischler und Ex-Kommunalpolitiker steht, 95 Euro pro Kopf und Tag für die Verpflegung und 188 Euro pro Kopf und Tag fürs Sicherheitskonzept. Rechnet man die auf ein Monat hoch, kommt man auf knapp 8.500 Euro - ein lukratives Geschäft meinen viele.

Gottfried Waldhäusl (FP) stellt indes klar: "Die Kosten sind ja nicht Stein gemeißelt. Das Asylquartier für unbegleitete minderjährige Fremde in Drasenhofen wurde als Probebetrieb gestartet, erst nach frühestens einem Monat hätten die Fixkosten verfestigt werden können. In einem Standardvertrag mit der Betreuerfirma mussten allerdings im Vorfeld die höchstmöglichen Kosten niedergeschrieben werden. Nach einigen Wochen hätten die tatsächlichen Kosten ohnedies in der Regierungssitzung vorlegen müssen."

Was wird St. Gabriel kosten?

Spannend bleibt: Was wird die Betreuung der Jugendlichen in St. Gabriel kosten? Wie berichtet hat ja die Caritas eine 24-Stunden-Betreuung versprochen. "Es könnte ähnlich teuer werden wie Drasenhofen", weiß ein Insider.

Klaus Schwertner von der Caritas dazu: "8.500 Euro im Monat kommt mir sehr viel vor, vor allem es gab ja kein Konzept und kaum Betreuung in Drasenhofen. Was mir aber wichtiger ist: Dass die Jugendlichen in St. Gabriel eine sehr gute Betreuung bekommen. Heute habe ich ein Gespräch mit Bürgermeistern, Polizei, Bezirkshauptmannschaft und einem Vertrauensmann von Mödlings Stadtchef Hans Stefan Hintner. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen passen."

Betreuungsvertag habe Schwertner aber noch keinen: "Ich nehme an, dass wir auch 95 Euro pro Kopf und Tag bekommen plus ein Taggeld für Pädagogik und Sicherheit. In der Regel bekommen sozialpädagogische Wohngruppen (bis zu 10 Jugendliche) zwischen 150 und 170 Euro Taggeld (ebenfalls pro Kopf und Tag), sozialtherapeutische von 150 bis 220 Euro Taggeld."

Zum Betreiber ASOB möchte sich der Caritasgeschäftsführer nicht näher äußern. Ein Insider sagt aber: "Er war zwar mal ein roter Bürgermeister, wird aber von der SPÖ als Überläufer gesehen."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno Bär am 06.12.2018 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Verschiebung

    Jetzt bekommt halt die Caritas die Beträge für die Betreuung der braven Buben. Der Caritas geht es auch nur um Umsatzsteigerung, und um sonst nichts. Business as usual.

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  • Nil am 06.12.2018 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht

    Ich will nicht mehr für diese Jugendlichen die sowieso keine Jugendliche sind keinen Cent mehr zahlen. Es reicht mir. Ich werde meine Arbeit kündigen und mich auch erhalten lassen. Habe jetzt weit über 40 Jahren brav eingezahlt und wir bekommen immer weniger. Es reicht mir

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  • shoot gun am 06.12.2018 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Opposition hat viele Fragen zu Drasenhofen

    Die jetzige Opposition soll einmal die Fragen zum KH Nord beantworten.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • harald am 07.12.2018 04:59 Report Diesen Beitrag melden

    der genötigte Steuerzahler

    die Bürger zahlen nur alleine f.d.Versorgung der ein paar tausend hergeflüchteten verfolgten Unbegleiteten ca. 400 MILLIONEN im Jahr mit top ausgeb.österr. Betreuung. Eine Aufstellung wäre super welche Firma/Verein wie viele Personen betreut und wie viel die Bürger dafür zahlen müssen. Und auf der anderen gibt es zu wenig Pflegegeld für die Pensionisten die das Land aufgebaut haben und sie müssen ca. 70.000 EU-Gastarbeiter f.d. 24Std. Pflege geholt werden, da das Geld für eine österr. Pflege nicht reicht. Und die Kinderu. Altersarmut steigt rapide u. viele können sich das Heizen nicht leisten

  • shoot gun am 06.12.2018 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Opposition hat viele Fragen zu Drasenhofen

    Die jetzige Opposition soll einmal die Fragen zum KH Nord beantworten.

    • sushi poola am 07.12.2018 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      @ shoot gun

      Drasenhofen ist Bundesland Niederösterreich, KH Nord ist Bundesland Wien. Nicht Motoröl mit Speiseöl mischen. Das passt nicht.

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  • Bruno Bär am 06.12.2018 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Verschiebung

    Jetzt bekommt halt die Caritas die Beträge für die Betreuung der braven Buben. Der Caritas geht es auch nur um Umsatzsteigerung, und um sonst nichts. Business as usual.

    • Rosa am 07.12.2018 05:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno Bär

      Blödsinn, die Caritas bekommt Richtsätze pro Jugendlichen, aber sicher nicht über 8000.- Ich bin froh, dass es die Caritas gibt, die sich um die Ärmsten der Gesellschaft kümmert.

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  • Nil am 06.12.2018 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht

    Ich will nicht mehr für diese Jugendlichen die sowieso keine Jugendliche sind keinen Cent mehr zahlen. Es reicht mir. Ich werde meine Arbeit kündigen und mich auch erhalten lassen. Habe jetzt weit über 40 Jahren brav eingezahlt und wir bekommen immer weniger. Es reicht mir

    • Rosa am 07.12.2018 05:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Nil

      Ja dann machen Sie das halt und Tschüss un die Mindestsicherung. Wenn Sie dann glücklicher sind, soll es mich freuen. Ich werde dann auch Sie mit meinen Steuern unterstützen.

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