Niederösterreich

20. April 2019 11:00; Akt: 18.04.2019 15:58 Print

Gefährliches Ostern: 8.082 Hasen 2018 überfahren

Im Jahr 2018 wurden auf Niederösterreichs Straßen 8.082 Hasen überfahren, besonders rund um Ostern kommt es naturgemäß zu vielen Unfällen.

Symbolbild eines Feldhasen. (Bild: imago stock & people)

Symbolbild eines Feldhasen. (Bild: imago stock & people)

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Meister Lampe hat es in Niederösterreich nicht einfach: Im Vorjahr sind laut Jagdstatistik 8.082 Feldhasen und Wildkaninchen dem Kfz-Verkehr zum Opfer gefallen. Der Lebensraum von Feldhasen wird von immer mehr Straßen durchschnitten. In Niederösterreich beansprucht der Verkehr bereits eine Fläche von 629 Quadratkilometer.

Im Jahr 2017 war die Opferzahl mit 10.842 sogar noch höher, berichtet der VCÖ. Erfasst werden von der Statistik nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist freilich höher. Die Universität für Bodenkultur hat deshalb das Projekt Roadkill gestartet, im Rahmen dessen via Smartphone überfahrene Tiere gemeldet werden können.

Gefährliches Ostern

Ausgerechnet rund um Ostern ist das Leben der Feldhasen besonders gefährdet, denn im Frühjahr ist Paarungszeit. Der Aktionsraum eines Feldhasen ist rund 20 Quadratkilometer groß. "Der Ausbau des Straßennetzes führt nicht nur zu mehr Kfz-Verkehr, sondern schränkt auch zunehmend den Lebensraum von im Freien lebenden Tieren ein. Im Schnitt durchschneiden aber 60 Kilometer Straßen den Lebensraum eines Hasen", verdeutlicht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

"Die heutige Erwachsenen-Generation muss sich die Frage stellen, in welchem Zustand sie die Umwelt ihren Kindern und Enkelkindern übergibt. Was heute verbaut wird, steht unseren Kindern und den nachfolgenden Generationen nicht mehr als Naturraum zur Verfügung", mahnt VCÖ-Sprecher Gratzer einen sorgsameren und verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Boden ein. Geplante Neu- und Ausbauprojekte von Straßen seien auch angesichts der Energie- und Klimaziele neu zu überdenken. "Die Anforderungen an die zukünftige Mobilität ändern sich stark - und damit sind auch Änderungen in der Infrastrukturpolitik nötig", betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Der Lebensraum von Feldhasen befindet sich vor allem in Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und der Steiermark. Nach Niederösterreich weist Oberösterreich die zweithöchste Zahl von Hasen auf, die dem Kfz-Verkehr zum Opfer fielen, berichtet der VCÖ. In Oberösterreich fielen mehr als 4.400 hoppelnde Vierbeiner dem Straßenverkehr zu Opfer, im Burgenland rund 2.800 und in der Steiermark mehr als 2.600.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman Polz am 20.04.2019 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    meine Mutter führ fast 40 jahre mit der Bahn von Straßhof richtung wien. sie sagt früher hat man die Hasen und Rehe am offenen Feld gesehen. Ganze Rudel. Wenn sie jetzt in ihrer Pension ab u zu fährt sieht sie mit viel Glück mal ein Tier!

    einklappen einklappen
  • Hasi am 20.04.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Landmaschinen sind des Hasens Tod

    Kaninchen, die im Feld auf das Muttertier warten, hundertfach allein in Österreich, Dank Mähdrescher und Ballenpresse einfach plattgewalzt und getötet werden, lassen wir unterm Tisch fallen? Die Chance einen Hasen niederzufahren ist hier sicher weit geringer!

  • Heimatland am 20.04.2019 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum gibt es keine Regelung wie bei den Kröten

    Statt Osterfeuer verbieten zu wollen könnten die Naturschützer für temporäre Tempolimits auf den betreffenden Straßenabschnitten eintreten. Hasen und Rehe sind ja nicht da um überfahren zu werden!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Claudia K. am 20.04.2019 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    auch Katzen sind betroffen

    Logische Folge von einseitiger Beackerung (Mais Raps) das ganze auch noch mit rießigen landw. Geräten bearbeitet.Dank EU-Förderungen.Wo sollen die armen Tiere noch hin wenn ihr Lebensraum immer weniger wird? Von Rasern die mit über 100 kmh durch Ortsgebiete rasen mal gar nicht zu reden.Leider sterben dadurch auch viele unserer Lieblinge.

  • Hasi am 20.04.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Landmaschinen sind des Hasens Tod

    Kaninchen, die im Feld auf das Muttertier warten, hundertfach allein in Österreich, Dank Mähdrescher und Ballenpresse einfach plattgewalzt und getötet werden, lassen wir unterm Tisch fallen? Die Chance einen Hasen niederzufahren ist hier sicher weit geringer!

  • Roman Polz am 20.04.2019 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    meine Mutter führ fast 40 jahre mit der Bahn von Straßhof richtung wien. sie sagt früher hat man die Hasen und Rehe am offenen Feld gesehen. Ganze Rudel. Wenn sie jetzt in ihrer Pension ab u zu fährt sieht sie mit viel Glück mal ein Tier!

    • rudel am 20.04.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      umrisse

      die mutti sieht viell. schon schlechter, als früher? könnt ja sein ;) schlecht für mutti, gut fürs rudel, weil es eh noch da is, aber halt nur verschwommen ;)

    • michael am 20.04.2019 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roman Polz

      so ein blödsin ich wohne in strasshof un ich sehe mind 2 mal pro woche wenn ich im wald spazieren gehem mind 1-2 rehe als bitte kein blödsin Schreiben

    • Roman Polz am 20.04.2019 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @michael

      na bitte, Glückspilz! Sind wahrscheinlich immer die selben. so kommt man auch auf 10 wenn man's 5 mal gesehen hat. Scherzal. Ok!

    • Roman Polz am 20.04.2019 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @rudel

      ja! mit Brille sieht man's besser! Tatsache ist jedoch je mehr Wiener unsere Prärie verbaun und die Wälder und damit die Rückzugsgebiete schwinden werdens halt mal weniger.

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  • caseer am 20.04.2019 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Zu starke Population

    Ist ja kein Wunder, mal erlich gesagt, diese viecher werden immer mehr, da darf man sich nicht wundern warum so viele , wie sagt mein Großvater(zaumgfiaht)werden.

    • monika.alscher@chello.at am 20.04.2019 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @caseer

      Das ist ein Irrglaube. Die Population verringert sich. Deswegen rufen "Naturbeobachtungsseiten" auch dazu auf, Sichtungen zu melden, eben weil es immer weniger werden.

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  • Heimatland am 20.04.2019 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum gibt es keine Regelung wie bei den Kröten

    Statt Osterfeuer verbieten zu wollen könnten die Naturschützer für temporäre Tempolimits auf den betreffenden Straßenabschnitten eintreten. Hasen und Rehe sind ja nicht da um überfahren zu werden!