Wiener Neustadt

08. Juni 2019 13:04; Akt: 08.06.2019 14:53 Print

Kein Geld! Darum gibt es keine Sicherheitsschule

Die finanzielle Lage des Bundesheeres sei katastrophal, darum wird die Sicherheitsschule Wr. Neustadt nicht gebaut. Auch die Airpower-Flugshow stand auf der Kippe.

Die Militärakademie in Neustadt. (Bild: Daniel Schreiner)

Die Militärakademie in Neustadt. (Bild: Daniel Schreiner)

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Es sei bedauerlich, dass das Sicherheitsschul-Projekt in Wiener Neustadt beendet wurde, aber diese Entscheidung sei leider wegen der „katastrophalen finanziellen Lage“ des Bundesheeres nötig gewesen, so Bundesheersprecher Michael Bauer am Samstag im Gespräch mit der Austria Presseagentur (APA).

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Neo-Minister Thomas Starlinger habe in einem Kassasturz alle laufenden Projekte überprüft. Dabei stand auch die Airpower-Flugshow (zusammen mit dem Land Steiermark und Red Bull) auf der Kippe. Angesichts der weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen und des internationalen Rufes habe man diese dann doch nicht gestrichen. Der neue Minister für Landesverteidigung hat seit seinem Amtsantritt vor wenigen Tagen rund 80 Projekte geprüft, vor allem heeresinterne Vorhaben. "Alles was nicht der Sicherheit der Bevölkerung dient, wurde hinterfragt", so der Minister.

Auch Mario Kunasek hat sich bereits zu der Entscheidung, das Projekt nicht umzusetzen, geäußert. Auf Facebook schreibt der Ex-Verteidigungsminister:

"Eigentlich habe ich mir vorgenommen, Entscheidungen meiner Nachfolger als Minister nicht zu kommentieren. In diesem Fall kann ich aber nicht anders. Das alte Militärrealgymnasium ist unter SPÖ-Ministern aus ideologischen und gesellschaftspolitischen Gründen geschlossen worden. Mit der Wiedereinführung der Sicherheitsschule, geführt als Bundeshandelsakademie, hat die türkis-blaue Bundesregierung ein zentrales Wahlversprechen umgesetzt – wahrlich ein Leuchtturmprojekt: Binnen kürzester Zeit haben 80 junge Menschen freiwillig eine Aufnahmeprüfung absolviert, 50 Schülerinnen und 50 Schüler konnte ein Schulplatz ab September fix zugeteilt werden. Der Schulbetrieb wäre in den ersten Jahren ohne große Kosten gewährleistet gewesen. Denn als Standort wäre die Daun-Kaserne herangezogen worden, die Besoldung der Lehrer hätte das Bildungsministerium übernommen. Erst die in späteren Jahren vorgesehene Realisierung eines möglichen Neubaus am Standort hätte maximal 30 Mio Euro an Kosten verursacht, was 1,1% des Heeresbudgets des Jahres 2020 entspricht. Der Schulbetrieb kann jedoch auch ohne Neubau kostengünstig fortgeführt werden – doch das will die jetzige Ressortführung nicht. Ein Minister, der lediglich provisorisch die Amtsgeschäfte fortführt und frei von ideologisch motivierten Standpunkten agiert, sieht anders aus"

30 Millionen Euro

Der Neubau der Schule hätte rund 30 Millionen Euro gekostet. Der Bau wurde aber noch nicht gestartet, die ersten beiden Klassen (ab Sept. 19) wären noch im alten Militär-Realgymnasium untergebracht worden (Anm.: 53 Schüler müssen neue Schule suchen - "Heute" berichtete).


Wie immer - keiner schuld

Das Aus der Heeres-Sicherheitsschule hatte massive Kritik von FP und VP zur Folge. Laut FP sei es "unverantwortlich und anmaßend". Die VP erwarte sich von einem "nicht gewählten Minister mehr Fingerspitzengefühl". Auch gegenseitig schoben sich FP und VP die Schuld in die Schuhe.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener 53 Schüler, die sich – nach einem langwierigen Aufnahmeprozess – auf diese neue Ausbildungseinrichtung gefreut haben", so Wiener Neustadts SP-Vizebürgermeisterin Margarete Sitz. Die Schuld gibt sie nicht der Übergangsregierung, sondern ausschließlich der FP.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Norbert am 08.06.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Übergangs-Beamte ändern Beschlüsse

    nach Lust und Laune! Eine unverschämte Frechheit von diesem provisorischen Minister. Es wurde versprochen, die Interimsregierung werde nichts ändern, sondern nur den Betrieb bis zur nächsten gewählten Regierung aufrechterhalten. Was erlauben sich diese Beamten eigentlich? Sie haben bereits einige Beschlüsse geändert bzw. zurück genommen. Diese Übergangsleute sollen ihre Arbeit tun, nämlich das Werkl am Laufen zu halten und nicht versuchen, sich zu profilieren.

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  • Heri Klaus am 08.06.2019 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kindern die Zukunftsplanung gestohlen

    Möge sich der angebliche Experte dafür abgrundtief schämen, auf dem Rücken von Kindern Politik zu machen. Ein Ex-Grünen-Chef-Militärberater zieht 3 Wochen vor Schulschluss Kindern den Boden unter den Füßen weg. Eine vergleichbare Schule gibt es in ganz Österreich nicht. Was können die Kinder dafür, wenn ein UNGEWÄHLTER Minister seine Ideologie ins Amt mitbringt. Schämen Sie sich in Grund und Boden, Herr Minister! Wenn diese "Experten" so agieren, dann gute Nacht.

  • Mutter am 08.06.2019 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    ganz auf Linie

    Die neuen Minister sind "ganz auf Linie" - gegen alles und jeden der FPÖ . Sachliche Arbeit kann man nicht mehr erwarten nur mehr linke Ideologie mit Unterstützung ihrer Medien.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Umatum 111 am 11.06.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Putsch-Kleptokraten

    Für die soziale Hängematte der eingedrungenen 3.Welt ist hierzulande unbegrenzt Geld vorhanden. Kaum geht es um Österreicher, ist aber dann kein Geld da. Wieder ein astreiner Beweis für die Umvolkungspläne. Das österreichische Volk wird nur noch als zahlender Wirt benötigt.

  • Isolde am 11.06.2019 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gewählter Größenwahn....

    Weg mit dem nicht gewählten Möchtegernminister. Was glaubt dieser linksgepolte Lückenfüller wer er ist? Und da fragen sie sich dann warum es einen Rechtsruck gibt. Freut euch auf die Wahlen, ihr werdet eure blauen Wunder erleben.

  • Karl Max am 10.06.2019 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Reiches Österreich.....

    Uns wird doch immer gesagt, dass Österreich eines der reichsten Länder der Erde ist. Warum hat man hierfür und für so viele andere wichtige Sachen kein Geld? Ach so, das brauchen wir ja für die Neubürger. Die Österreicher zählen in diesem Staat ja jetzt nach dem Sturz der Regierung ja nichts mehr.

  • Wm am 10.06.2019 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Österreich hat 290 000 000 000 Euro Schulden, es sollte sparen wo es nur geht. Die 30 000 000 Euro sind da ein Tropfen auf dem heißen Stein aber es würde schon kühlen. Der Lohn des Durchschnittsarbeiter beträgt ca 20 000 Euro nur mal so zum Vergleich.

    • Isolde am 11.06.2019 07:46 Report Diesen Beitrag melden

      @ Wm

      Wenn Wien endlich die Geldgeschenke für Eindringlinge reduzieren würde, wäre viel mehr eingespart als bei der Schule. Außerdem würden die Einheimischen davon profitieren und nicht die Wirtschaftsflüchtlinge.

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  • Heimatland am 10.06.2019 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch die Nachmittagsbetreuung wackelt

    Jetzt sehen die Österreicher, was sie durch den Putsch verloren haben.

    • Wolfgang Winkler am 12.06.2019 08:21 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      bald werden die Verursacher(in) zum heulen und zähneknirschen beginnen - nützt nix, sage nur haben halt kurzbeinige Sinapsen und über den Gellerrand schauen ist auch nicht jedem(r) gegeben

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