Niederösterreich

13. September 2018 06:30; Akt: 13.09.2018 14:15 Print

Neujahrsbaby beschimpft: Frau muss jetzt in Haft

Aus ihrem Hass auf Muslime machte eine 48-Jährige kein Geheimnis, schimpfte auf Facebook - auch über Neujahrsbaby Asel. Jetzt darf sie in Haft darüber nachdenken.

 (Bild: Daniel Schaler, privat)

(Bild: Daniel Schaler, privat)

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Rund 15 Jahre war eine in Serbien geborene Österreicherin mit einem Nigerianer verheiratet. Geschieden und offenbar frustriert hetzte sie 2017 und Anfang 2018 ganz ungeniert gegen Muslime: „Menschlicher Müll, wertlose Minusmenschen“ waren noch die harmloseren Sachen.

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Nicht mal vor dem Neujahrsbaby machte sie Halt (Anm.: so wie viele andere Hater auch, „Heute“ berichtete).

"Nicht schuldig"

Vor Gericht in Korneuburg gab sie zwar zu, die Postings geschrieben zu haben, bekannte sich aber nicht schuldig und meinte: „Die Einträge waren völlig aus dem Zusammenhang gerissen.“

Richter Manfred Hohenecker: „Sie waren 15 Jahre mit einem Nigerianer verheiratet - da soll man Ihre Äußerungen verstehen?“

Die fünffach vorbestrafte Angeklagte wurde zu neun Monaten teilbedingter Haft verurteilt. Drei Monate davon muss sie absitzen – nicht rechtskräftig.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 13.09.2018 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Haft

    Werden Muslime, die Österreicher/innen, mit netten Bezeichnungen schmücken, dann auch vor Gericht verurteilt und in Haft genommen?

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  • sindinger karl am 13.09.2018 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht

    Was für schwere Verbrechen wenn man sich auf Facebook äussert, ein Pensionist muß 3 Monate unbedingt absitzen jetzt diese Dame ebenfalls 3 Monate ? Gewaltverbrecher werden auf freien Fuß angezeigt und bei den Verhandlungen mit bedingten Strafen verurteilt !!

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  • Deptslave am 13.09.2018 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meinungsfreiheit

    Die Dame hat ihre Meinung kund getan und muss nun hinter Gitter, hätte die Dame ein Gewaltverbrechen begangen währe es sicher mit Bedingter Strafe geendet. Wer kann das noch verstehen?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hannes Stickler am 13.09.2018 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ing.

    Die Strafe ist hart, aber im Grunde richtig. Aus Gedanken werden Worte, aus Worte werden Taten! Nach dem Grundsatz wehret den Anfängen ist die Strafe mE gutes Signal für eine Gesellschaft die auf Dialog und wertschätzende Meinungsvielfalt baut. Die Hoffnung wäre, dass die Dame die Zeit nützt um ihre eigene Geschichte zu klären. Gefängnisseelsorge oder Psychosozialer Dienst könnte Sie jetzt in Anspruch nehmen. "Gute Besserung!"

  • Herr justiz am 13.09.2018 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefängnis lachhaft

    die 3 Monate vergehen eh, in unseren möchte gern Gefängnise...

  • Kithara123 am 13.09.2018 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam...

    ...eine in Serbien geborene (Österreicherin), die mit einem Nigerianer verheiratet war, schimpft auf Muslime? Da greift man sich schon auf den Kopf...Und auf ein hilfloses Baby losgehen ist eine Frechheit, die Strafe finde ich persönlich gerechtfertigt!

  • godfather am 13.09.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    zu hart???

    Die fünffach vorbestrafte Frau wurde zu hart bestraft? Verhetzung in mehreren Fällen - ich kann die überzogene Härte nicht erkennen.

  • mars bruno am 13.09.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    das iss ja der sinn und zweck...

    ...von diesen sozialen netzwerken: die leute ausspionieren und anklagepunkte künstlich sammeln und dann die zukunft derer vernichten! passt den linken ja ins konzept!