Mordfall Tulln

24. Januar 2019 06:10; Akt: 23.01.2019 18:53 Print

Kein Anti-Gewalttraining, weil er kein Deutsch kann

Xhemajl M. misshandelte seine Frau, wurde verurteilt, musste als Gerichtsauflage ein Anti-Gewalttraining und eine Psychotherapie machen. Nur: Der seit gut 10 Jahren in NÖ lebende Mann kann kaum Deutsch.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kein Deutsch – kein Gewalttraining, das sind die traurig-knappen Fakten rund um den mutmaßlichen Killer Xhemajl M. (36). Der bullige Mazedonier war Ende 2017 neben sechs Monaten bedingter Haft wegen fortgesetzter Gewaltausübung gegen seine Ehefrau („Heute“ berichtete) auch zu einem Anti-Gewaltraining sowie einer Psychotherapie verdonnert worden.

Umfrage
Fühlen Sie sich noch sicher in NÖ und Wien?
13 %
30 %
8 %
15 %
34 %
Insgesamt 14428 Teilnehmer

Der gläubige Mazedonier konnte beide gerichtlichen Auflagen (vom Landesgericht Sankt Pölten; Verhandlung vom 23. Mai 2017) allerdings nicht oder nur ganz wenig erfüllen. Der Grund: mangelnde Kenntnis der deutschen Sprache.

Gläubiger Moslem

Xhemajl M. war vor über zehn Jahren nach Österreich gekommen, hatte zwei Kinder (6, 10), arbeitete als Fassadenputzer, ging öfters in die Moschee, verzockte viel Geld im Casino. Der Mazedonier stammt aus einer ordentlichen, gläubigen Familie, sein Vater war erst in Mekka. Die Spielsucht führte auch immer wieder zu Streit zwischen ihm und Gattin Zhemire (32). Erst am Anfang Jänner hatte er sie bedroht und ein Betretungsverbot erhalten. Sie wollte ihn offenbar endgültig in die Wüste schicken – ihr Todesurteil.

Wie viel Zorn und Aggression in Xhemajl „Xhemo“ M. steckt, untermauert der gestrige Obuktionsbefund: Als die 32-Jährige ihn am Parkplatz abblitzen hatte lassen, rammte er ihr einen Dolch elf Mal in den Oberkörper, einmal davon in den Kopf. Die beiden Kinder (Anm.: der ältere spielt Fussball im Verein, das jüngere Kind ist schwer krank) sind bei Verwandten.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heimatland am 24.01.2019 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist die Wurzel allen Übels

    Damit fangen die Probleme an, dass manche Zuwanderer einfach sich weigern deutsch zu lernen. Denen sollte dann nach einer gewissen Zeit die Aufenthaltsbewilligung entzogen werden!

  • zimbo am 24.01.2019 06:22 Report Diesen Beitrag melden

    In Wien ist das ganz normal

    Man hätte ihn abschieben sollen.Nun hat ers geschafft volle Verpflegung, Kabelfernsehen und nie wieder arbeiten.Warum schiebt man seine Familie nicht ab ?In Mazedonien Krieg, oder weil die medizinische Versorgung des kranken Kindes so teuer ist.

  • Hans am 24.01.2019 06:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Was macht er dann noch da. Gleich abschieben wo auch immer er Herhekommen ist. 10 Jahre in einem Land leben und nicht einmal ansatzweise die Sprache können ... da kann ja wahrscheinlich jedes Volksschulkind besser Deutsch!!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Deptslave am 24.01.2019 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein Beispiel

    Ein Beispiel für rote Willkommenspolitik , Wieviele gibt es schon?

  • der Mönch am 24.01.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Integrationsvereinbarung achten!

    Seit 2007 gibt es die gesetzlich festgelegte Integrationsvereinbarung die jeder Drittstaatler unterzeichnen muß um in Österreich bleiben zu können. Es wird halt viel zu wenig geprüft. Und falls jemand nicht Deutsch kann, gibt es amtlich eingetragene Dolmetscher - da wird aber aus Kostengründen oft gespart, kein Wunder dass solche Situationen entstehen.

    • Schreiber am 24.01.2019 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @der Mönch

      Also wenn jemand seit vielen Jahren in Österreich lebt, sollte er die Sprache verstehen. Da darf es keinen Dolmetscher mehr brauchen. Das fällt unter integrationswillig.

    einklappen einklappen
  • Dumm am 24.01.2019 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Trauriges Österreich

    Weit haben wir es gebracht, wenn er nicht einwilligt zu einer Therapie, dann ab mit ihn, die wissen schon: wenn man sich in Österreich dumm stellt, geht alles durch. Von wo hat er Geld zum spielen, wenn er 2 kleine Kinder hat. In jeden anderen Land muß man sich auch anpassen.

  • C.Klamm am 24.01.2019 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deutsch lernen

    Super integriert der Herr. Warum sollte er auch Deutsch lernen, wenn bis jetzt alles so gut gelaufen ist. Geld bekam er trotzdem.

  • Nebbichklopfer am 24.01.2019 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Banana

    Wer eine Richtwertwohnung um 6,5 vermietet ist der letzte Unmensch, wer schlägert und randaliert wird zu Antigewalttraining und Benimmkursen verurteilt, und wenn er diese schwänzt, sonnt er sich im Verständnis ob mangelnder Sprachkenntnisse, wiewohl lange schon im Lande.