Drasenhofen/St. Gabriel

04. Dezember 2018 08:39; Akt: 04.12.2018 09:09 Print

Asylstreit: Waldhäusl gibt nach, nimmt Teens zurück

Mikl-Leitner verlangte von Gottfried Waldhäusl, dass er die verlegten Asylwerber wieder in die Grundversorgung aufnimmt. Und das wird der FP-Landesrat tun.

Waldhäusl und das umstrittene Drasenhofen (Bild: zVg)

Waldhäusl und das umstrittene Drasenhofen (Bild: zVg)

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) stellte Landesrat Waldhäusl per Facebook vor der heutigen Regierungssitzung ein Ultimatum. Wenn er die Jugendlichen nicht wieder in der Grundversorgung aufnimmt, wird ihm die Kompetenz entzogen ("Heute" berichtete).

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Wieder in Grundversorgung

Gottfried Waldhäusl zeigte sich im Gespräch mit "Heute" am Dienstagmorgen vor der Sitzung versöhnlich: "Ja, ich nehme diese neun Asylwerber wieder in die Grundversorgung auf, sie bleiben auch in St. Gabriel unter der Obsorge der Caritas. Das habe ich der Landeshauptfrau aber gestern schon am Telefon gesagt. Warum sie da jetzt auf Facebook noch nachlegt, ist mir unklar. Ich werde mit der Caritas einen neuen Betreuungsvertrag aushandeln. Das verstehe ich unter einem Miteinander, so wie es Mikl-Leitner immer wünscht." Drasenhofen ist vorerst auf Eis gelegt, jedoch laut Waldhäusl bei Bedarf wiederverwendbar. Somit dürfte alles klar sein: Waldhäusl bleibt Landesrat für Asyl, die Burschen kommen in die Grundversorgung und bleiben in St. Gabriel.

Klaus Schwernter zu "Heute": "Ich warte mal die Sitzung ab, aber zur Tagesordnung darf man nicht übergehen. Wichtig ist, dass die engmaschige Betreuung, die ich auch den Bürgermeistern der Region zugesagt habe, eingehalten wird. Und: Drasenhofen muss für immer geschlossen bleiben."

Getrübtes Vorleben

Wie berichtet war das Heim Drasenhofen am Freitag geschlossen worden, neun Jugendliche kamen noch am Freitag wieder nach St. Gabriel (Anm.: wo sie schon einmal waren, bis Juni 2018 waren 40 minderjährige Asylwerber in St. Gabriel). Waldhäusl wies auf die potenzielle Gefahrenquelle hin. Acht (6 aus Afghanistan, 1 aus Irak, 1 aus Ghana) der neun jungen Männer, die am 30.11. wieder nach Maria Enzersdorf kamen, sind strafrechtlich schon ein- oder mehrmals in Erscheinung getreten - wegen schwerer Körperverletzung, geschlechtlicher Nötigung, gefährlicher Drohung, Nötigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Suchtmittelhandel, Sachbeschädigung. Die Caritas garantiert indes eine engmaschige Betreuung, 24 Stunden am Tag. Die Burschen dürften sich jetzt wieder frei bewegen. Wie berichtet war St. Gabriel Tatort eines Mordes und einer Eisenstangen-Attacke gewesen.

Vor dem Landhaus sind dennoch von der SJ Protestaktionen gegen Waldhäusl geplant.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Statistiker am 04.12.2018 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch gelaufen

    Es müsste eine Protestaktion gegen Mikl-Leitner geben, nicht gegen Waldhäusl! So sehen wir, dass die Linken wie auch Teile der ÖVP die gute Regierungsarbeit wieder aushebeln und die österreichische Bevölkerung zusätzlichen Gefahrenpotentialen aussetzen.

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  • Citizen 1 am 04.12.2018 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das

    ..... sind strafrechtlich schon ein- oder mehrmals in Erscheinung getreten - wegen schwerer Körperverletzung, geschlechtlicher Nötigung, gefährlicher Drohung, Nötigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Suchtmittelhandel, Sachbeschädigung. Echt jetzt?

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  • Christian am 04.12.2018 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach zum Nachdenken!

    Warum Herr Waldhäusel gehen sie vor der Frau Mikl in die Knie? Die angeblichen (genaues Geburtsdatum unbekannt) Jugendlichen waren ja schon verhaltensauffällig, gewalttätig und Polizeibekannt (einer Krankenschwester wurde ein Finger gebrochen), keiner will sie haben, außer die NGOs, die damit vermutlich gutes Geld verdienen! Asylverfahren schnell abschließen und ab in die Heimat! Natürlich gilt die österreichische Unschuldsvermutung!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Oliver am 04.12.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Rücktritt

    Die Mikl-Leitner sollte zurücktreten! Allein die Tatsache dass Mikl-Leitner im Zusammenhang mit Flüchtlingen das Wort Verantwortung in den Mund nimmt ist eine Beleidigung der Mehrheit der Österreicher. Wo bleibt den ihre Verantwortung für ihre Tätigkeit als Innenministerin im Jahr 2015? Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn was passiert und ML die Betroffene spielen muss. Aber Ziel erreicht: Wieder wurde ein FPÖler wegen nichts fertig gemacht. Alte durchschaubare ML-Taktik um vom eigenen Unvermögen abzulenken.

  • Herr Rossi am 04.12.2018 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Linksruck bei Türkis

    Und warum ist Mikl als Ministerin nicht zurück getreten? Sie wäre für die Sicherung der Grenzen alleinverantwortlich gewesen und hat nichts gegen die Landnehmen getan. Sie ist neben Faymann Hauptverantwortlich für das was sich derzeit bei uns abspielt. Ob sie den vielen Opfern und deren Familien in die Augen schauen kann? Eine der unfähigsten Politiker die wir jemals hatten.

  • franz am 04.12.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Njos Gier ist Geil

    wir Österreicher verlangen das die Caritas die volle Verantwortung übernimmt Finanziell wie auch Strafrechtlich .Finanziell sie wollte ja die Burschen wieder haben darum das ganze Theater es dürfen der Caritas dafür keine Finanzielle Abgeltungen verschafft werden

    • Ein Gast am 04.12.2018 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      Größenwahn ?

      Wieso glauben Sie für die Österreicher sprechen oder gar fordern zu dürfen ??

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  • Heed am 04.12.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schutzlos

    Diese "Jugendlichen" werden beschützt, wer beschützt undere Kinder? Wenn wir unsere Kinder beschützen, werden wir noch bestraft. Hauptsache denn neuen gehts gut. An die Politik, behandelt die neuen wie das eigene Volk, dann wird sich der Rest von selbst ergeben.

    • Penelope am 04.12.2018 14:31 Report Diesen Beitrag melden

      Sehr gut erklärt

      Jetzt wissen wir ja wie sich Faschismus anfühlt... wird Zeit diese korrupten Leute mit nassen Fetzen davonzujagen, Frankreich hat es vorgemacht ;)

    • Navelorange am 05.12.2018 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      Lauter Kriminelle !

      @Penelope: Jetzt muss nur noch einer der "Goldstücke" aus Drasenhofen etwas anstellen, und Madame Mikl kann den Hut nehmen ....; ich persönlich befürchte, wir werden NICHT lange darauf warten müssen, hoffentlich trifft es nicht wieder ein minderjähriges Mädel !

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  • Ein Gast am 04.12.2018 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fake ?

    Erststaunlich wie viele Poster hier auf Waldhäusls unhaltbare Schutzbehauptungen hereinfallen. Oder ist das alles nur gesteuerte FP-Propaganda, von einigen wenigen, aber dafür unter vielen verschiedenen Nicks gepostet ?

    • Christian am 04.12.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

      Kritisch betrachtet

      Lesen bildet, warum wurden diese "Jugendlichen" nach Drasenhofen verlegt? Bitte informieren Sie uns über die tatsächlichen Vorfälle im Missionshaus St. Gabriel, Tulln & Co!Es sind nicht ALLE rechte Poster, die diese Jugendlichen kritisch betrachten!

    • margaret am 04.12.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

      rutherfort

      bei österr.wahlen wählt auch nur mmer 1 und derselbe wähler die fpö. noch nicht aufgefallen ;)

    • Ein Gast am 04.12.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

      @ Christian

      Werfen Sie immer alles in einen Topf ? Das geht weit über "kritisch" betrachten hinaus, das ist Verallgemeinerung im Sinne der FP-Propaganda.

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