16-Jährige in Neustadt erdrosselt

14. Januar 2019 18:49; Akt: 17.01.2019 17:25 Print

Mord: Für Abschiebung war Killer zu wenig kriminell

Yazan A. (19) war amtsbekannt, hatte zwei Vorstrafen, sollte wegen weiterer Delikte vor Gericht, ein Abererkennungsverfahren wurde 2018 eingestellt – jetzt ist Manuela K. aus Wr. Neustadt tot.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Für eine Abschiebung war Yazan A. zu wenig kriminell: Der Syrer war im Juni 2014 mit knapp 15 Jahren nach Österreich gekommen, bekam rasch einen Aufenthaltstitel, missbrauchte immer wieder sein Gastrecht. Zwei Körperverletzungen brachten ihn in den letzten zwei Jahren zwei Mal vor Gericht, er kam mit Geldstrafen glimpflich davon. Insgesamt ist Yazan A. sieben Mal polizeilich in Erscheinung getreten.

Umfrage
Soll Asyl- und Fremdenrecht verschärft werden?
2 %
1 %
1 %
4 %
92 %
Insgesamt 15528 Teilnehmer

Aberkennungsverfahren 2018

Erst vor wenigen Monaten wurde er vom späteren Opfer Manuela K. (16) wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung angezeigt („Heute“ berichtete), im Frühjahr 2019 (Anm.: ein Termin stand noch nicht fest) sollte er dafür vor Gericht. Ein Asylaberkennungsverfahren wurde zwar eigeleitet, aber das Bundesasylamt hatte keine Chance (Anm.: erst ab schweren Straftaten mit rechtskräftigen Verurteilungen von 18 Monaten aufwärts in der Regel; und das Herkunftsland muss sicher sein) und musste daher das Verfahren noch 2018 einstellen.

In der Folge trennte sich die 16-Jährige, kam aber nie wirklich los vom Syrer. In der Nacht auf Sonntag war Manuela K. in der Wr. Neustädter City feiern, mit dabei: Yazan A. – am Heimweg dürfte es zum Streit gekommen sein, Yazan A. soll sie erwürgt und dann, in der Nähe der Elternwohnung des Opfers, hastig verscharrt haben. Mutter und Bekannte fanden am Vormittag die Leiche.

Der 19-Jährige flüchtete, zwei Minuten vor Mitternacht wurde er bei Familienangehörigen in Wien-Favoriten festgenommen. Im Verhör gestern gestand der Syrer die Tat, sagte aber nichts zur Ausführung. Er wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert (es gilt die Unschuldsvermutung). Eine Verhängung einer U-Haft gilt als wahrscheinlich.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dorogai am 14.01.2019 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ich weiß nicht...

    ....was man da noch als Kommentar schreiben soll. Das ist die Bankrotterklärung unseres Rechtsstaates. Simpel gesagt kann jeder ins Land, erklärt sich für Minderjährig, muss nicht einmal den Altersbeweis antreten, nützt unser Sozialsystem aus ...(Warum ist er denn nach Wien übersiedelt, hm?), wird gewalttätig, mordet. Damit ist auch klar dass er selbst bei 18 Monaten Strafe nicht ausgewiesen werden hätte können, weil sein Herkunftsland ja nicht sicher ist. Nur mehr irre.

    einklappen einklappen
  • Terry Campagna am 14.01.2019 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Zu wenig Kriminell, ohne Worte .

  • Mirli am 14.01.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Spättttt

    Zu spät gehandelt, leider ist das junge Mädchen tot. Den Typen sieht man die Kriminalität schon an. Mein Beileid den Familienangehörigen.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sahra am 15.01.2019 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Begutachtung verkürzen

    Ich , und der Grossteil der Österreichischen Bevölkerung verlangen für straffällige Ausländer die Gesetze und Bestimmungen zu ändern , zu verschärfen , anzupassen . Jede Änderung sollte rasch zur Wirkung kommen und nicht monatelang , oft jahrelang in Begutachtung sein . Wie viele Opfer muss es noch geben bevor gehandelt wird .

  • Daisy am 15.01.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    schlimm,nur noch schlimm

    das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Für Abschiebung zuwenig kriminell. Muss erst ein ordentlicher Raub oder gar Mord geschehen, dass wir Verbrecher raus schmeißen? Bisher 4 Frauen-Morde - und wir haben erst Mitte Jänner. Und - wir haben genug eigene Verbrecher, da müssen wir nicht auch noch die fremden Krminellen hier in Ö durchfüttern. Frauen - schaut euch an, mit wem ihr euch nicht nur einlässt, sondern überhaupt auch abgebt, Kontakte habt! Und Elter - hütet eure Kinder, kontrolliert mehr, lasst sie nicht nächtens herumstreunen in jungen Jahren (auch wenns Gesetze es erlauben)

  • PeterKarl am 15.01.2019 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Antwort der Linken..

    Bei den Morden liegt Österreich im Durchschnitt. Was abnormal ist, dass es so viel Frauen sind. Sollte das nun eine Aufforderung sein?..

  • Hanni am 15.01.2019 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schutzsuchende

    Sind das die Unbegleiteten Minderjährigen, die bei uns Schutz such?

  • Ich74 am 15.01.2019 06:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt? 

    Für eine Abschiebung zu wenig kriminell? Da wartet man also,bis er einen Menschen umbringt? Na dann ist ja alles klar...

    • Max Maxin am 15.01.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Frechheit

      die Gesetzgeber tragen eine Mitschuld an den Morden. Verbrecherparadies Österreich.

    einklappen einklappen