Spitäler

11. September 2017 06:01; Akt: 10.09.2017 15:18 Print

NÖ: So lange warten Sie auf planbare Operationen

von Isabella Nittner - Grauer Star, Knie- oder Hüftprothese, Bandscheiben – die Wartezeiten für die häufigsten Operationen sind in NÖ von Spital zu Spital unterschiedlich.

In NÖ muss man oft lange auf einen OP-Termin warten. (Bild: iStock)

In NÖ muss man oft lange auf einen OP-Termin warten. (Bild: iStock)

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Autsch! Neues Knie, neue Hüfte, Bandscheiben-Vorfall – bei gewissen körperlichen Beschwerden helfen nur Operationen. Vielen nö. Patienten bereitet in dieser Situation aber noch etwas ganz anderes Kopfschmerzen: Die Wartezeiten.

Je nach Kapazität des Spitals unterschiedlich

Denn: Bis man auch wirklich auf dem OP-Tisch liegt, kann es über ein Jahr dauern! 60,5 Wochen – 690 Menschen stehen auf der Warteliste (Anm.: Stand 10.9.) – wartet man im Neunkirchner Spital auf eine Knieprothese, 57,4 Wochen (351 angemeldete Personen) für die neue Hüfte. Im Gegensatz dazu: Im Universitätsklinikum St. Pölten gibt‘s die Knie-OP bereits nach 11,3 Wochen, in Zwettl ist man nach 12 Wochen (142 angemeldet) dran.

Bandscheiben: Wr. Neustadt hat kürzeste Wartezeit

Eine große Bandbreite zeigt sich auch beim Bandscheiben-Vorfall: In St. Pölten muss man 32 Wochen (66 angemeldet) warten, in Wr. Neustadt wiederum nur 4,5 (drei Personen auf Warteliste).

Grauer Star: In Klosterneuburg ist nach 9,2 Wochen Sicht wieder klar

Für die häufigste Augenlaser-OP – die Entfernung des Grauen Star – ist ebenfalls Geduld angesagt. 60 Wochen lang wartet man (derzeit 2.358 Personen) in Horn, 57 in Mistelbach, 49 in St. Pölten, 45 in Gänserndorf und Wr. Neustadt (3.422 angemeldet). Einzig in Klosterneuburg sieht man bereits nach 9,2 Wochen (133 Anmeldungen) wieder glasklar.

"Unter der Telefonnummer 0800/144 844 kann man sich über die Wartezeiten für planbare Operationen an den NÖ Klinikstandorten informieren. Hier erhalten Interessierte zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Eingriffen auch Informationen zu den Wartezeiten zu planbaren chirurgischen, unfallchirurgischen, gynäkologischen und urologischen Operationen. Patientinnen und Patienten, die mit ihrem OP-Termin nicht zufrieden sind, können dort anrufen, sich nach den aktuellen Wartezeiten erkundigen und gegebenenfalls bei einem Klinikum mit kürzerer Wartezeit um einen Termin vorstellig werden", erklärt Cornelia Bunkrad von der Landeskliniken-Holding.


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