Garsten/St. Pölten

24. November 2017 06:10; Akt: 24.11.2017 06:42 Print

Rache aus Zelle: Serbe gab Mordauftrag an Komplizen

Mit einem teuflischen Racheplan wollte Branko B. seine Freikarte aus dem Häfen erkaufen: Sein Komplize sollte ein Geständnis unterschreiben und dann sterben.

Vom Häfen aus soll der Angeklagte den Auftrag gegeben haben. (Bild: picturedesk.com, privat)

Vom Häfen aus soll der Angeklagte den Auftrag gegeben haben. (Bild: picturedesk.com, privat)

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Während Branko B. (60) nach Einbrüchen 7,5 Jahre Haft aufgebrummt bekommen hatte und in Garsten (OÖ) brütete, wuchs sein Hass auf seine zwei Komplizen. Er hielt sie für Verräter und Polizeispitzel – außerdem waren die beiden längst wieder in Freiheit.

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Insgesamt 136 Teilnehmer

Bei Haftbesuchen konnte der Serbe seine Gattin von seiner Unschuld überzeugen, nach einigen Briefen und Telefonaten gab er laut Anklage den Befehl: ein alter Freund solle zunächst Komplizen Nr. 1 beseitigen.

"Knüppel aus dem Sack"

Der Verräter solle zuerst ein eindeutiges Geständnis von den Coups unterschreiben, welches Branko B. glasklar entlaste, dann solle das „A...loch“ per Heroinüberdosis auf einer Parkbank sterben. Gelinge die Überdosierung nicht, dann käme Plan B zur Anwendung: Knüppel aus dem Sack. Dafür gebe es für den Auftragskiller 100.000 Euro. Nach dem ersten Komplizen solle dann auch der zweite Verräter weg.

Jetzt muss Branko B. in St. Pölten wegen Anstiftung zum Doppelmord vor Gericht (es gilt die Unschuldsvermutung).

Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger: „Ich setzte auf einen Freispruch, die Tatausführung war nicht ernst gemeint und gar nicht realistisch ausführbar.“ Branko B. drohen indes einige Jährchen mehr, sogar bis „lebenslang“.

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(Lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Preibisch am 24.11.2017 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was stimmt bei uns nicht

    Und sowas verteidigen wir noch in unseren land wenn Dasein Rechtstaat ist kommen mir langsam zweifel

  • Investigation am 24.11.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzer Prozeß

    erfahren eher Einheimische,bei den einschlägigen Neubürgern oä. wird herumgeschaselt und die Rechtstaatlichkeit ist soundso mehr als fragwürdig.Man wird auch den Eindruck nicht los,dass Verbrecher hier bervorzugt und sozial ausgestattet werden zu Lasten aller Steuerzahler.

  • Peter am 24.11.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist so!

    Die werden doch eh alle nur mit Samthandschuhen angegriffen und bekommen meistens nicht einmal die Mindeststrafe! Und von was kann sich der, wie auch so viele andere, so einen Staranwalt leisten? Das wird, komischerweise, nie hinterfragt!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Peter am 24.11.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist so!

    Die werden doch eh alle nur mit Samthandschuhen angegriffen und bekommen meistens nicht einmal die Mindeststrafe! Und von was kann sich der, wie auch so viele andere, so einen Staranwalt leisten? Das wird, komischerweise, nie hinterfragt!

  • Investigation am 24.11.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzer Prozeß

    erfahren eher Einheimische,bei den einschlägigen Neubürgern oä. wird herumgeschaselt und die Rechtstaatlichkeit ist soundso mehr als fragwürdig.Man wird auch den Eindruck nicht los,dass Verbrecher hier bervorzugt und sozial ausgestattet werden zu Lasten aller Steuerzahler.

  • Preibisch am 24.11.2017 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was stimmt bei uns nicht

    Und sowas verteidigen wir noch in unseren land wenn Dasein Rechtstaat ist kommen mir langsam zweifel