Niederösterreich

10. Mai 2019 19:23; Akt: 11.05.2019 13:39 Print

Radler getötet: Autolenker stellte sich der Polizei

Nach dem furchtbaren Verkehrsunfall in Blindenmarkt (Melk), bei dem ein Radler (34) starb, ist der Unfalllenker jetzt bekannt.

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Schneller Ermittlungserfolg für die Polizei in Niederösterreich: Ein Radfahrer aus OÖ war am Donnerstag gegen 22 Uhr im Bezirk Melk von einem Audi-Fahrer erfasst worden – 80 Meter wurde der abgerissene Unterschenkel des Radfahrers durch die Luft geschleudert.

Das Bein und die Leiche des Sportler wurden erst am heutigen Freitagmorgen gefunden ("Heute" berichtete).

"Glaubte es war Reh"

Die Polizei sammelte die kaputten Teile des Audi an der Unfallstelle ein, legte sich auf auf einen Audi A6 (Kombi oder Limousine, Modell 4B, Erstzulassung 2002-2004) fest, bat um Hinweise aus Bevölkerung.

Jetzt wurde der Unfall-Audi ausgeforscht bzw. der Exekutive war der Fahrzeughalter rasch bekannt. Der Lenker aus dem Bezirk Amstetten stellte sich auch der Polizei, zeigte den Fall auf einer Polizeistation im Bezirk Melk selbst an (Anm.: nachdem der Unfall überall in den Online-Medien präsent war). Er gestand, das Auto gelenkt zu haben. Er glaubte jedoch, ein Reh oder Tier erwischt zu haben, gab er bei der ersten Einvernahme zu Protokoll. Die Ermittlungen laufen weiter (Anm.: u.a. wie sichtbar war der Radfahrer und das Rad selbst), der Lenker wurde angezeigt - den Rest entscheidet die Staatsanwaltschaft, vermutlich wird der Todeslenker wegen fahrlässiger Tötung angezeigt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hansi Bauer am 10.05.2019 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Nachtfahrer

    Ohne vorher genaueres über diesen Fall gewusst zu haben,habe ich schon gewusst,wenns denn erwischen kommt er mit der Ausrede von einem Wild. Das ist ja so etwas wie eine Standardausrede bei Nachtunfällen. Hatte ja schon einen Wilschaden und bin auch stehn geblieben und habe es der Polizei gemeldet. Will ja nichts unterstellen,aber manche haben auch Alkohol getrunken,wenn sie in der Nacht nach Hause fahren,da möchten sie ja nicht gern mit der Polizei zu tun haben

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  • Ulli am 10.05.2019 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fix Fahrerflucht

    Ich sehe weder Beleuchtung, noch Katzenaugen in den Speichen, somit ist es plausibel den Radfahrer mit einem Reh zu verwechseln. Dennoch MUSS man bei JEDEM Unfall stehen bleiben!

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  • R. Kautz am 10.05.2019 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    In der Nacht und ohne Beleuchtung

    mitten auf der Bundesstrasse kann nur ein Vieh sein oder ein wahnsinniger Selbstmörder.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Durchdenker am 12.05.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisches Pech

    Ein tragischer Unfall kann leider immer passieren. Da muss man niemanden anklagen.

    • Xaver am 12.05.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ihr Ernst.

      Ob Sie diese Denkweise auch beibehalten, wenn es sehr nahe Angehörige von Ihnen betrifft, wage ich zu bezweifeln.

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  • Hans G. am 11.05.2019 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    Etwas für den Presserat

    Der Artikel und sein gesamter Bearbeitungsverlauf wurde dem Presserat zur Kenntnis gebracht . Derartige Berichterstattung auf so einem Niveau hat in der österreichischen Presselandschaft nichts verloren .

  • Fc am 11.05.2019 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sie sind der Beste

    Also auf dem Bild 3 von 6 erkennt man eindeutig eine rote Rückleuchte. Sie dürften also ein besonderer Spezialist sein.

  • Der Radler am 11.05.2019 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Übrigens:

    So viel zu dem Thema, dass Nummerntafeln Fahrerfluchten verhindern...

  • SchlechteFS am 11.05.2019 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbildung

    Meinte ,was sich auf den strassen so tut!sorry!