Sicherheitsgipfel

11. Februar 2019 20:42; Akt: 11.02.2019 21:16 Print

Neun Punkte für mehr Sicherheit in Wr. Neustadt

Am Montagabend fand in Wr. Neustadt ein Sicherheitsgipfel mit Politik und Polizei statt. Dabei wurde ein 9-Punkte-Programm erarbeitet.

Bürgermeister Klaus Schneeberger (Mi.), P. Gerstenmayer (l.) (Bild: privat)

Bürgermeister Klaus Schneeberger (Mi.), P. Gerstenmayer (l.) (Bild: privat)

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Mord am 13. Jänner im Wodica-Park, Drogendeals im Stadtpark, zwei Schutzzonen - Wr. Neustadt hat hinsichtlich Sicherheit und Kriminalität einige Probleme. Am Montag, 11. Februar, fand im Wiener Neustädter Alten Rathaus ein „Sicherheitsgipfel“ auf Initiative und Einladung von Bürgermeister Klaus Schneeberger (VP) und Sicherheitsstadtrat Philipp Gerstenmayer (FP) statt. Dabei diskutierten Vertreter der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Gerichte und des Magistrates über aktuelle Herausforderungen und Maßnahmen für die Zukunft. Erstes Ergebnis des Gipfels ist ein „9-Punkte-Programm für mehr Sicherheit in Wiener Neustadt“.

Hier die neun Punkte

-) Etablierung der Sicherheitsplattform „Frauen, Jugend und Familie“: Die Sicherheitsplattform für den Bahnhof läuft bereits seit zwei Jahren und hat durch unterschiedliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation rund um den Bahnhof beigetragen. Die umgesetzten Schritte

•Verstärkung Sicherheitspersonal der ÖBB
•gemeinsame Schwerpunktaktionen mit der Polizei
•Etablierung der Schutzzone
•Präsenz von Streetworkern
•Verbesserung von Beleuchtung und Markierungen zur
•Schaffung von Frauenparkplätzen
•Etablierung des „Heimweg-Telefons“
•Maßnahmen zur Diebstahlsprävention bei Fahrrädern


Gleiches soll nun auch in dem sensiblen Bereich der Gewalt gegen Frauen und in der Familie gelingen. Die Plattform wird möglichst breit aufgestellt sein – Vertreter zumindest folgender Organisationen werden dazu eingeladen: Verein Wendepunkt (Frauenberatung/Frauenhaus), Gewaltschutzzentrum NÖ, Wiener Neustadt, Verein Jugend & Kultur (Beratungsstelle "Auftrieb"/ Schulsozialarbeit/mobile Jugendarbeit "Rumtrieb"), Verein Neustart/Bewährungshilfe/Anti-Aggressionstraining, Verein Lichtblick, Polizei, Gericht/Staatsanwaltschaft sowie Magistrat Wiener Neustadt.


-) Resolution des Gemeinderates „Anti-Gewalttherapie nach Wegweisung“

-) Regelmäßiger Austausch und verstärkter Informationsfluss zwischen Behörden

62 % der Betretungsverbote betreffen Ausländer

-) Prüfung längerer Betretungsverbote in den Schutzzonen: Hierbei gibt es eine Statistik: 1.453 Betretungsverbote, 4.000 Indentitätsfeststellungen, knapp 260 Anzeigen. Lokale Herkunft der Betretungsverbote: 22% Stadt Wiener Neustadt, 57% Region (Wiener Neustadt-Bezirk, Neunkirchen, Mödling, Baden, Mattersburg), 21% Rest. Alter: 20% unter 19 Jahre, 70% von 19 bis 30 Jahren, 10 % Rest. Herkunft: 38% österreichische Staatsbürger, 62% ausländische Staatsbürger.

-) Erlassung einer Mitteilungspflicht an die Kinder- und Jugendhilfe bei den Schutzzonen

-) Erhöhung der Zahl der Polizeibeamten und ÖBB-Securitys

-) Durchführung von Gewaltpräventionsworkshops in den Schulen

-) Verursacherprinzip bei Kostenübernahme von Polizeieinsätzen: Konkret geht es hier in erster Linie um Fan- bzw. Hooligan-Begleitungen bei Fußballspielen.

-) Start Prozess „Urbane Sicherheit“: Zusammenarbeit der Stadt mit "Kuratorium Sicheres Österreich“

Bürgermeister: "Nur gemeinsam"

Bürgermeister Klaus Schneeberger zeigte sich zufrieden: "Jetzt gilt es auf Basis des beschlossenen ‚9-Punkte-Programms für mehr Sicherheit in Wiener Neustadt‘ gemeinsam weiterzuarbeiten. Denn eines ist klar: Nur gemeinsam werden wir diese Herausforderungen auch wirklich bewältigen können.“

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nebbichklopfer am 11.02.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragen über Fragen

    Wir hören doch laufend von Experten, daß die Sicherheit steigt und steigt. Verstehe ich da etwas falsch? Gabs früher auch schon pollergeschützte Weihnachtsmärkte oder weise Empfehlungen hinsichtlich einer Armlänge Abstand?

  • Suse am 11.02.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich..

    Was ich nicht verstehe, warum die Polizeistube am Hauptplatz geschlossen wurde. Bereits vor 20 Jahren. Dort konnte man als junges Mädchen reingehen, wenn man sich bedroht fühlte bzw ungut angemacht wurde, entweder auf ein Taxi oder Abholdienst warten. Oder einer der Polizisten machte eine Kontrollrunde und man konnte sich anschliessen. Es war ein gewisser Ort der Sicherheit in der Nähe der Lokale etc

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  • Dr Hacker am 11.02.2019 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    man muss es wollen

    So wie schon einige Therapeuten gesagt haben, wenn Einer die Anti-Gewalttherapie nicht mitmachen will bringt das ganze nichts und so wird es weiter gehen.....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Dr Hacker am 11.02.2019 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    man muss es wollen

    So wie schon einige Therapeuten gesagt haben, wenn Einer die Anti-Gewalttherapie nicht mitmachen will bringt das ganze nichts und so wird es weiter gehen.....

  • Jupi am 11.02.2019 23:28 Report Diesen Beitrag melden

    Termonde

    Warum wird das Kind nie beim Namen genannt? "Gewalt gegen Frauen und in der Familie" sind fast ausschließlich von Männern verursachte Phänomene. Ist leider nunmal so; Punkt; Daher sollten sich alle Bemühungen und Gegenmaßnahmen zuerst und vor Allem auf eine kollektive Bewusstseinsbildung -genau dafür- konzentrieren. Zonen, Personal und Beleuchtungen sind schön und gut - und sicher nützlich. Symptombekämpfung bleibt allerdings immer ineffektiver als Ursacheneindämmung. Die Fragen müssen daher lauten: Wieso werden bzw. sind diese (Männer) übergriffig und wie kann das verhindert werden?

  • Nebbichklopfer am 11.02.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragen über Fragen

    Wir hören doch laufend von Experten, daß die Sicherheit steigt und steigt. Verstehe ich da etwas falsch? Gabs früher auch schon pollergeschützte Weihnachtsmärkte oder weise Empfehlungen hinsichtlich einer Armlänge Abstand?

  • Suse am 11.02.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich..

    Was ich nicht verstehe, warum die Polizeistube am Hauptplatz geschlossen wurde. Bereits vor 20 Jahren. Dort konnte man als junges Mädchen reingehen, wenn man sich bedroht fühlte bzw ungut angemacht wurde, entweder auf ein Taxi oder Abholdienst warten. Oder einer der Polizisten machte eine Kontrollrunde und man konnte sich anschliessen. Es war ein gewisser Ort der Sicherheit in der Nähe der Lokale etc

    • Berger H am 11.02.2019 23:57 Report Diesen Beitrag melden

      es wird immer schlechter

      Weil die Polizisten zu viel Arbeit hatten, da ist es besser irgend wo versteckt ein Wachzimmer zu betreiben das nicht so viel Frequentiert wird, da haben die Beamten mehr Ruhe in der Nacht um nächsten Tag Überstunden zu verrichten. In Wien hat die Mikl Leitner die Idee Wachzimmern zu schließen weil die dann alle auf Fußstreifen unterwegs sein würden, so ein Blödsinn kann nur einer Frau entspringen, Keiner ist mehr draußen wenn er nicht will oder muss.

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