NÖ/Wien

06. Februar 2019 08:00; Akt: 06.02.2019 17:31 Print

Spritztouren: Linienbus-Dieb (17) ist Serientäter

von I. Nittner - Billiger als Taxifahren? Bedenkt man die rechtlichen Konsequenzen wohl kaum! Jener 17-Jährige, der am Montag in Wien einen Bus gestohlen hatte und damit nach Klosterneuburg fuhr, hatte bereits Übung.

 (Bild: Dr. Richard)

(Bild: Dr. Richard)

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Bitte einsteigen!" Diesen Satz nahm ein 17-jähriger Wiener wohl zu wörtlich. Wie berichtet, wurde der Teenager am Montag in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) angehalten, nachdem er in Wien in einen Linienbus eingebrochen war und ihn vom Abstellplatz eines Busunternehmens, das Fahrten für die Wiener Linien durchführt, gestohlen hatte.

"Ich kann bestätigen, dass ein Fahrzeug unbefugt entwendet wurde und dass es eine Festnahme gegeben hat", erklärte die Sprecherin des Unternehmens auf "Heute"-Anfrage am Dienstag.

Passanten wurden auf roten Bus aufmerksam

Die Exekutive hielt den Burschen auf Höhe des Bahnhofs Klosterneuburg-Kierling an, weil Passanten auf das rot folierte Fahrzeug aufmerksam geworden waren und die Polizei verständigten.

Dass die Beamten dabei gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnten, kam schließlich bei der Einvernahme des Jugendlichen heraus. Denn: Schon am 1. und 2. Februar waren Busdiebstähle angezeigt worden, die Exekutive ermittelte bereits. "Er gab auch an, innerhalb von Wien herumgefahren zu sein", so Polizeisprecherin Michaela Rossmann. Danach stellte er die Busse irgendwo ab und machte sich aus dem Staub.

Der 17-Jährige wurde wegen unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen auf freiem Fuß angezeigt. Eine Meldung erging an die Staatsanwaltschaft.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 06.02.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    17-jähriger Wiener ???

    Ja klar, und ich bin ein 50-jähriger Eskimo weil es draußen gerade so kalt ist ! ;)

    einklappen einklappen
  • Ewald am 06.02.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Dank skandalöser Freifuss Rechtsprechung ist der Widerholungsfall vorprogrammiert.

  • Mei-liabstes-Wien am 06.02.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Was tut die Stadträtin gegen Terror?

    Erschreckend, wie leicht U-Bahn, Bim und Bus gekapert werden können. Allen gemein ist, sie erzeugen wenig Aufmerksamkeit, wir vertrauen ihnen und würden nie auf die Idee kommen, dass womöglich ein Selbstmord-Attentäter am Steuer sitzt. Fataler Fehler, wie diese Beispiele zeigen: 2009 Bim spurlos verschwunden, 2015 Datenklau, 2018 Bim entführt, 2019 3x Bus entführt. Die Wiener Linien kommen nicht aus den Schlagzeilen. Nach Punkt 10 der Compliance-Richtlinien melden die Wiener Linien jedes Fehlverhalten. Fragt sich nur an wen? Die amtsführende Stadträtin hat offenbar nichts im Griff

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Mei-liabstes-Wien am 06.02.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Was tut die Stadträtin gegen Terror?

    Erschreckend, wie leicht U-Bahn, Bim und Bus gekapert werden können. Allen gemein ist, sie erzeugen wenig Aufmerksamkeit, wir vertrauen ihnen und würden nie auf die Idee kommen, dass womöglich ein Selbstmord-Attentäter am Steuer sitzt. Fataler Fehler, wie diese Beispiele zeigen: 2009 Bim spurlos verschwunden, 2015 Datenklau, 2018 Bim entführt, 2019 3x Bus entführt. Die Wiener Linien kommen nicht aus den Schlagzeilen. Nach Punkt 10 der Compliance-Richtlinien melden die Wiener Linien jedes Fehlverhalten. Fragt sich nur an wen? Die amtsführende Stadträtin hat offenbar nichts im Griff

    • Hermann am 06.02.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

      Gefahr droht durch Privatisierung

      Fast unbemerkt vollziehen die Wiener Linien seit Jahren eine schleichende Privatisierung der Busverbindungen. 40 % des Busverkehrs werden nur drei von Fremdfirmen durchgeführt. Die Stadt Wien sieht bis 2020 aber eine Eigenleistung von 70 % vor. Davon rückt der rote Vorzeigebetrieb Vassilakuhs seit 2010 immer weiter ab. Der Grund: Die Personalkosten sind bei den Wiener Linien um mehr als 43 % höher als bei den Privaten und es gibt nur 3 Garagen. Das kritisierte der Rechnungshof schon 2016. Was tut die Stadträtin? Nichts. Wien verkauft eigene Gründe an private Unternehmen.

    einklappen einklappen
  • Ewald am 06.02.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Dank skandalöser Freifuss Rechtsprechung ist der Widerholungsfall vorprogrammiert.

  • Christian am 06.02.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    17-jähriger Wiener ???

    Ja klar, und ich bin ein 50-jähriger Eskimo weil es draußen gerade so kalt ist ! ;)

    • Coco am 06.02.2019 09:22 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es

      durch den Meldezettel wird man zum Wiener genauso wie man durch Heirat vom Proleten in den Adelsstand kommen kann.

    einklappen einklappen